Varianten des T-72

  • Mittelschwerer Kampfpanzer M-84


    Jugoslawien; Entwicklung ab 1979; Serienfertigung ab 1984


    Eingesetzt in Bosnien, Kroatien, Serbien, Slowenien


    Die Vorbereitung der Produktion und die Durchkonstruktion der Modifikationen benötigten mehrere Jahre und so wurden die ersten Prototypen ab 1982 für Tests übernommen und die Serienfertigung lief 1984 an. Wichtigster Unterschied zum T-72M ist die Feueranlage des M-84. Diese trägt die Bezeichnung SUV-M-84, wurde in Jugoslawien entwickelt und erlaubt den manuellen, halbautomatischen und
    vollstabilisierten Betrieb.


    Das System besteht aus digitalem Feuerleitrechner, Bediengerät, Kreiseln, einem Querwindsensor, einem Richtschützengriff und der DNNS-2 Optik. Der auf der vorderen Turmoberseite angebrachte Querwindsensor ist das markanteste Erkennungsmerkmal des M-84. Der Sensor erfasst automatisch die Außentemperatur, den Luftdruck, sowie Windrichtung und -geschwindigkeit. Diese Daten werden an den Feuerleitrechner übermittelt und dort bei der Ermittlung des Haltepunktes mit einbezogen.
    Mehrere Kreiselkompasse sind im Turm untergebracht und ermitteln die Position von Wanne und Turm. Herzstück des M-84 ist die DNNS-2 Optik des Richtschützen.


    Diese kombinierte Tag/Nachtsichtoptik ersetzt die beim T-72M übliche Kombination aus TPD-K1 und TPN-1-49-23. Sie vereint dabei Tagsichtoptik, Restlichtverstärker und Laserentfernungsmesser in einem Modul mit binokularem Einblick und gemeinsamer Steuereinheit. Hierdurch ergibt sich im Vergleich zum T-72 eine nicht unerhebliche Ersparnis an Platzbedarf im Innenraum. Durch die Kombination in einer Einheit ist der Richtschütze des M-84 in der Lage den Laserentfernungsmesser auch beim Nachtkampf einzusetzen. Der Richtschütze hat, anders als beim TPD-K1, die Möglichkeit aus zwei Laserechos auszuwählen. Der Kommandant des M-84 verfügt über eine in die Kuppel integrierte DNKS-2 Optik, welche die TKN-3 des T-72 ersetzt. Sie verfügt über einen Tagkanal und einen eingebauten Restlichtverstärker.


    Da der Kommandant mit der Optik Ziele markieren und an den Richtschützen übergeben kann erhöht sich der Kampfwert des M-84 gegenüber den T-72 erheblich. Weitere Änderungen an den Optiken des M-84 betreffen die Nutzung der PPV-3 Optik für den Fahrer, sowie den Ersatz aller Winkelspiegel durch Modelle aus jugoslawischer Produktion. Der M-84 ist an der Turmfront mit fünf Nebelwurfbechern rechts der Kanone und sieben links davon ausgerüstet. Die Wannenseiten sind mit leichten Kettenblenden geschützt, welche auch bei späteren T-72 Modellen im Einsatz sind.


    Das Fahrwerk besteht je Seite aus sechs mittelgroßen, durch Drehstäbe gefederte, Laufrollen und drei Stützrollen. Der M-84 wird von dem bekannten 12 Zylinder Dieseltriebwerk W-46-6 angetrieben. Als Hauptwaffe dient dem M-84 die durch einem 2E42-2 Stabilisator gehaltene 125mm Glattohrkanone 2A46.
    Sie wird durch einem unter dem Turmboden montierten automatischen Lader mit Munition versorgt. Im Lader befinden sich 22 Granaten, weitere 20 werden im Kampfraum mitgeführt. Als Munitionsarten stehen APFSDS, HE-FRAG und HEAT-FS zur Verfügung.


    Des Weiteren besitzt der Panzer als Sekundärbewaffnung ein koaxial zur Kanone montiertes 7,62mm PKT MG und ein 12,7mm NSWT Fla-MG.
    Der M-84 wurde ausschließlich für die Jugoslawische Volksarmee hergestellt.
    Zwischen 1984 und 1988 wurden insgesamt 370 Panzer dieses Typs ausgeliefert.


    Technische Daten



    Besatzung: 3
    Gefechtsgewicht: 41to
    Bodendruck: 0,83kg/cm²
    Länge, BK vorn: 9,53m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,46m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,19m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchstgeschwindigkeit: 60km/h
    Fahrbereich: 500km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel W-46 mit 780PS
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 125mm, 1 KoaxMG PKT 7,62mm, 1 FlaMG NSWT 12,7mm

    Dateien

    • M-84.1.jpg

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    • M-84.2.jpg

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}

  • Mittelschwerer Kampfpanzer M-84A


    Jugoslawien, Kroatien; Entwicklung ab 1984; Serienfertigung ab 1988


    Eingesetzt in Bosnien, Kroatien, Kuwait, Serbien, Slowenien


    Der M-84A ist die direkte Weiterentwicklung des M-84, wobei hier Erfahrungen aus dem Truppendienst in die Modifikationen einflossen. Wichtigste Änderung ist daher auch der Einsatz eines 1000PS leistenden W-46TK Dieselmotors. Dieser wurde aus dem bekannten W-46-6 durch Einbau zweier Turbolader und einer neuen Dieseleinspritzung entwickelt. Weiter Änderungen am Antrieb betreffen die Luftfilter und den Einbau eines leistungsfähigeren Kühlsystems.


    Des Weiteren wurde der Querwindsensor durch ein einfacheres Modell ersetzt und Modifikationen an der Wannen- und Turmfrontpanzerung vorgenommen. Zu erkennen ist der M-84A am geänderten Querwindsensor, an den von vier auf zwei gesenkten Querverstrebungen vor der Fahrerluke, sowie an der geänderten Anordnung der Nebeltöpfe an der Turmfront. So befinden sich beim M-84A nun jeweils sechs Nebelbecher rechts und links der Kanone an der Turmfront. Die Feuerleitanlage SUV-M-84 wurde vom M-84 übernommen. Sie verfügt über eine DNNS-2 Optik für den Richtschützen und vereint Tagsichtoptik, Restlichtverstärker und Laserentfernungsmesser.


    Der Kommandant besitzt eine in seine Kuppel eingesetzte DNKS-2 Optik. Auch sie verfügt über einen Tagkanal und einen Restlichtverstärker.
    Das Drehstabgefederte Laufwerk mit sechs Laufrollen und drei Stützrollen entspricht dem des M-84. Die Bewaffnung wurde ebenfalls vom M-84 übernommen. Sie besteht aus einer voll stabilisierten 125mm Glattrohrkanone 2A46, einem koaxial zur Kanone montierten 7,62mm MG PKT und einem an der Kommandantenkuppel montierten 12,7mm Fla-MG NSWT. Die Hauptwaffe verschießt APFSDS, HEAT-FS und HE-FRAG Granaten. 42 befinden sich an Bord wovon sich 22 im, unter dem Turmboden montierten Lader, befinden.


    Ende der 80er Jahre beschaffte Jugoslawien mehrere Sätze der „Kontakt“ Reaktivpanzerung. Die Nebelwurfanlage an der Turmfront wurde entfernt und an den Turmseiten konzentriert. Die Reaktivpanzerungsmodule wurden dann ähnlich dem T-72AV an Wanne und Turm montiert. Zusätzlich erhielt der M-84A Gummischürzen an der unteren Wannenfront. Diese Panzer erhielten die Bezeichnung M-84A ERA.
    Kuwait war der erste und einzige Exportkunde für den M-84. Insgesamt wurden 146 Panzer bestellt. Die wichtigsten Veränderungen am M-84AB sind der Einbau von speziellen Luftfiltern und einer Klimaanlage. Diese dient allerdings nicht der Kühlung des Kampfraums, sondern ist nur für die Feuerleitanlage, die Richtschützenoptik, sowie den Richtantrieb vorgesehen.


    Zusammen mit den M-84AB wurden drei Führungspanzer M-84ABK an Kuwait geliefert. Weitere drei Fahrzeuge erhielten den Konfigurationsstand M-84ABN, welche zusätzlich über ein Teldix Navigationssystem verfügen. Viele dieser Panzer nahmen an der Befreiung Kuwaits teil. Der M-84A4 „Snajper“ stellt die letzte in Serie produzierte Version des M-84 dar. Der Panzer wurde in Kroatien basierend auf den Erfahrungen mit dem M-92 „Vihor“ entwickelt, enthält aber nicht dessen Zusatzpanzerung.


    Wichtigste Neuerung des M-84A4 stellt deshalb die Auswechslung der kompletten Feuerleitanlage, inklusive aller Sensoren und Optiken für Kommandant und Richtschütze. Eingebaut ist jetzt eine OMEGA-84 Feuerleitanlage. Die Systeme wurden alle in Kroatien entwickelt und gefertigt. Der M-84A4 befindet sich nur in Kroatien im Einsatz.


    Technische Daten



    Besatzung: 3
    Gefechtsgewicht: 42to(M-84A); 42,2to (M-84AB, A4); 44,5to (M-84A ERA)
    Bodendruck: 0,84kg/cm²; 0,90kg/cm² (M-84A ERA)
    Länge, BK vorn: 9,53m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,46m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,19m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchstgeschwindigkeit: 60km/h
    Fahrbereich: 500km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel W-46TK mit 1000PS
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 125mm, 1 KoaxMG PKT 7,62mm, 1 FlaMG NSWT 12,7mm

    Dateien

    • M-84A4.jpg

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    • M-84AB.2.jpg

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}

  • Mittelschwerer Kampfpanzer M-84AB1


    Serbien, Russland; Entwicklung ab 2000; Serienfertigung ab 2004


    Eingesetzt in Kuwait, Serbien


    Zusammen mit Russland entwickelte Serbien ein Upgradeprogramm für den M-84, welches 2004 erstmals öffentlich präsentiert wurde. Hierbei ist die Nähe zum russischen T-72M1M Programm klar erkennbar. Der M-84AB1 zeichnet sich klar durch die Verwendung von „Kontakt-5“ Reaktivpanzerung von anderen M-84 Versionen ab.
    Zusammen mit dem verwendeten Shtora-1 EOCMDAS und den typischen TShU-1-7 IR Sendern an der Turmfront erscheint der Panzer wie eine T-90 Kopie.


    Wichtiges externes Unterscheidungsmerkmal bleibt dabei der weiterhin vorhandene Mast des Querwindsensors auf der vorderen Turmoberseite. Die DNNS-2 Feuerleitanlage wurde gegen die 1A45T getauscht und besitzt den Feuerleitrechner 1V528-1. Der Richtschütze verfügt für den Einsatz bei Tag über eine voll stabilisierte 1G46 Optik mit integriertem Laserentfernungsmesser. Für den Nachtkampf steht im ein „Catherine-QM“ Wärmebildgerät zur Verfügung. Beide Optiken sind in einem Gehäuse vereint um so die Arbeit des Richtschützen zu vereinfachen.


    Die Kommandantenkuppel wurde gegen die des T-90 ausgetauscht. Diese ist aus dem Panzer heraus elektrisch bewegbar. Die Hauptoptik für den Kommandanten ist nun die moderne TKN-4S. Die Optik ist in der Höhe stabilisiert und erlaubt es dem Richtschützen Ziele zuzuweisen. Weiterhin verfügt der Kommandant über eine PZU-7 Optik zum Richten des Fla-MG.


    Die Hauptwaffe des Panzers ist die, durch das 2E42-4 Stabilisierungssystem gehaltene, 125mm Glattrohrkanone 2A46-M4 mit automatischen Lader unter dem Turmboden. Der Lader fast 22 Granaten, weitere 19 werden im Kampfraum mitgeführt. Als Munitionssorten stehen APFSDS, HEAT und HE-FRAG zur Verfügung. Der Verschuss der Lasergelenkten LFK’s 9M119 „Reflex“ (AT-11 „Sniper“) und 9M119M (Tandemholladung) ist ebenfalls möglich. Es befinden sich fünf LFK im Kampfsatz.


    Vervollständigt wird die Bewaffnung durch ein 12,7mm Fla-MG und ein koaxial zur Kanone montierten 7,62mm MG. Um das gestiegene Gewicht des Panzers zu bewältigen werden die 12 Zylinder Dieselmotoren W-46TK und W-46TK1 als Antrieb angeboten. Trotz der Verwendung der „Kontakt-5“ Reaktivpanzerung an Turm- und Wannenfront wurde die Grundpanzerung des M-84AB1 überarbeitet. Sie besteht nun aus Stahl, Aluminium, Titan und NERA. Das Fahrwerk, welches je Seite über sechs Laufrollen und drei Stützrollen verfügt, wurde ebenfalls dem gestiegenem Gewicht angepasst.



    Technische Daten



    Besatzung: 3
    Gefechtsgewicht: 45to
    Bodendruck: 0,88kg/cm²
    Länge, BK vorn: 9,53m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,73m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,23m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchstgeschwindigkeit: 72km/h
    Fahrbereich: 550km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel W-46TK/W-46TK1 mit 1000/1200PS
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 125mm, 1 KoaxMG M-86 7,62mm,1 FlaMG M-87 12,7mm

    Dateien

    • M-84AB1.1.jpg

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    • M-84AB1.2.jpg

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    • M-84AB1.3.jpg

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}

  • Mittelschwerer Kampfpanzer M-92 „Vihor“


    Jugoslawien; Entwicklung ab 1990; Serienfertigung nie erfolgt


    Eines der letzten Kampfpanzerprojekte des scheidenden Jugoslawien war der M-92 „Vihor“. Ziel war dabei die grundlegende Überarbeitung des Fahrzeuges und Steigerung von Feuerkraft und Panzerung. Der „Vihor“ verfügt über eine OMEGA-84 Feuerleitanlage mit DBR-84 Feuerleitrechner. Hinzu kommen neue Kreiselsensoren, sowie weiterhin der Querwindsensor auf dem vorderen Turmdach.


    Die Feuerleitanlage erlaubt eine im Vergleich zum M-84 erhöhte Erstschusstrefferwahrscheinlichkeit. Das System verfügt nun über Bediengeräte für Kommandant und Richtschützen, welche hier diverse für den Feuerkampf notwendige Informationen eingeben können. Dem Richtschützen steht eine SCS-84 Optik mit integriertem Tagkanal, Restlichtverstärker und Laserentfernungsmesser zur Verfügung. Von außen ist diese Optik klar an dem im Vergleich zur älteren DNNS-2geänderten Verkleidung erkennbar.


    Die Vergrößerung des Tagkanals liegt bei 10x und einem Sichtfeld von 6Grad. Im Nachtbetrieb beträgt die Vergrößerung 7,5x und der Sichtbereich 7,5Grad. Für den Kommandanten steht eine DNZS-2 Optik zur Verfügung. Diese ist in der Bedienung und den Leistungsdaten identisch zur DNKS-2 des M-84.


    Eine weitere Neuerung des „Vihor“ ist der Einbau eines Laserwarngerätes auf der hinteren linken Turmoberseite. Dieses erfasst auftreffende Lasersignale, wie sie etwa Entfernungsmesser oder Steuerungen von Flugkörper nutzen, und warnt dann die Besatzung. Die Panzerung des „Vihor“ wurde im Vergleich zum M-84 an Turm- und Wannenfront verstärkt. Hierbei stützte man sich ganz auf passive Panzerungsmodule. Da die Nebelmittelwurfanlage von der Turmfront an die Seiten verlagert wurde kann man nur spekulieren, ob eine Ausrüstung des Panzers mit Reaktivpanzerung geplant war oder nicht. Aufgrund der gestiegenen Fahrzeugmasse wird der Panzer von einem 12 Zylinder Dieselmotor W-46TK1 angetrieben.


    Die Hauptwaffe des Panzers ist die 125mm Glattrohrkanone 2A46M mit automatischem Lader unter dem Turmboden. Im Lader befinden sich 22 Granaten und weitere 20 werden im Kampfraum gelagert. Als Munitionsarten stehen APFSDS, HEAT und HE-FRAG Granaten zur Verfügung. Des Weiteren sind als Sekundärbewaffnung ein koaxial zur Kanone montiertes 7,62mm MG und ein an der Kommandantenkuppel montiertes 12,7mm Fla-MG. Die Wanne wurde in ihren Grundzügen vom M-84A4 übernommen.
    Das Laufwerk besteht je Seite aus sechs Laufrollen und drei Stützrollen je Seite.
    Das Leitrad befindet sich vorne und der Antriebszahnkranz hinten. Der „Vihor“ blieb ein Einzelstück und wurde nicht in Serie produziert.


    Technische Daten



    Besatzung: 3
    Gefechtsgewicht: 44to
    Bodendruck: 0,95kg/cm²
    Länge, BK vorn: 9,53m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,75m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,23m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchstgeschwindigkeit: 72km/h
    Fahrbereich: 550km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel W-46TK1 mit 1200PS
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 125mm, 1 KoaxMG M-86 7,62mm, 1 FlaMG M-87 12,7mm

  • Mittelschwerer Kampfpanzer „Degman“


    Kroatien; Entwicklung ab 2000; Serienfertigung noch nicht erfolgt


    Beim Degman handelt es sich um ein in Kroatien auf Basis des M-84A4 entwickelten Panzer. Größtes Manko des M-84A4 war dessen veraltete Panzerung, welche noch auf den ersten T-72 Versionen beruht. Hierzu wurde die Wanne überarbeit und der Turm komplett neu konstruiert. Beide sind dabei an der Front mit einer Mehrschichtpanzerung ausgerüstet. Die Wanne entspricht, abgesehen von der Mehrschichtpanzerung an der Front, von den Dimensionen und dem Design her der des M-84. Auch er besitzt ein Fahrwerk, welches je Seite über sechs Laufrollen und drei Stützrollen verfügt.


    Die Leiträder liegen vorne und die Antriebszahnkränze hinten. Äußerliches Erkennungsmerkmal ist der Verbau von RRAK Reaktivpanzerungsmodulen an Wannenfront und -seiten. In der Wannenfront ist der Platz des Fahrers, welcher von seiner Konfiguration weitestgehend dem des M-84 entspricht.


    Zur Beobachtung des Gefechtsfeldes steht hierbei eine CODRIS-E Optik zur Verfügung, welche Tag- und Nachtsicht in sich vereint. Durch die Kombination ist kein Austausch der Systeme notwendig, sondern ein paralleler Betrieb wird ermöglicht. Die beiden Einblicke sind übereinander angeordnet, wobei sich der Restlichtverstärker unter dem Tagkanal befindet. Das Sichtfeld der Optik beträgt im Tagbetrieb 125Grad und beim Restlichtverstärker 40Grad.


    Die wichtigste Neuerung des Fahrerplatzes ist das RPV-2000 Bediengerät links des Fahrers. Dieses beinhaltet eine Vielzahl von Sicherungen für den Betrieb der Wanne, sowie digitale Anzeigen für Geschwindigkeit, Drehzahl und diverse andere Parameter des Antriebs. Dieser besteht aus dem bekannten T-72 Getriebe, sowie dem W-46TK Motor im Wannenheck. Mittig auf der Wanne ist der Waffenturm untergebracht. Dieser ist an dem des T-72 angelehnt, besteht aber komplett aus geschweißten Panzerplatten. Hierdurch ergeben sich neue Arten der Ausrüstung mit alternativen Panzerungstechnologien, welche in der Turmfront verbaut sind.


    Zusätzlich ist die vordere Hälfte des Turmes an Front, Seiten und Oberseite mit RRAK Reaktivpanzerungsmodulen ausgerüstet, welche den Schutz vor allem gegenüber Hohlladungsgeschoßen stark erhöht. Wie Vihor und M-84A4 ist auch der Degman mit dem LIRD Laserwarner ausgerüstet. Das System erkennt und klassifiziert auftreffende Lasersignale, warnt die Besatzung und löst bei Bedarf die Nebelmittelwurfanlage aus.
    Diese besteht aus jeweils sechs Nebelbechern, welche an den hinteren Turmseiten montiert sind.


    Der Degman ist mit einer OMEGA-D Feuerleitanlage ausgerüstet.
    Herzstück ist ein digitaler Feuerleitrechner, welcher auch zur Eingabe von wichtigen Daten dient. Der Richtschütze nutzt zur Beobachtung des Gefechtsfeldes und zur Bekämpfung von Zielen eine SGS-D Optik. Diese beinhaltet Tagkanal, Restlichtverstärker und Laserentfernungsmesser. Die Vergrößerung beträgt dabei 10x und kann nicht geändert werden. Dem Kommandanten steht in seiner Kuppel ein COMTOS System zur Verfügung. Diese basiert auf der bekannten DNKS-2 Optik, erweitert diese aber in der Funktionalität. So erlaubt COMTOS dem Kommandanten Ziele an den Richtschützen zu übergeben oder selbst die Hauptwaffe zu führen.


    Mittels Direktsichtadapter kann der Kommandant auf das Bild des Richtschützen zugreifen. Bewaffnung und Richtantrieb des Degman entsprechen dem des M-84. Die Hauptwaffe stellt eine 125mm Glattrohrkanone 2A46M. Als Munition stehen der Kanone APFSDS, HEAT und HE-FRAG Granaten zur Verfügung. Insgesamt befinden sich 42 Schuss an Bord, von denen sich 22 im automatischen Lader befinden. Hinzu kommen das 12,7mm Fla-MG NSWT und das rechts der Kanone montierte 7,62mm MG PKT. Der erste Prototyp wurde 2002 erstmals vorgestellt und ausgiebig getestet. 2005 folgte ein zweiter Prototyp. Sie sind bis heute die einzigen Fahrzeuge diese Panzertypes.


    Technische Daten



    Besatzung: 3
    Gefechtsgewicht: 44,5to
    Bodendruck: 0,95kg/cm²
    Länge, BK vorn: 10,14m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,82m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,23m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchstgeschwindigkeit: 70km/h
    Fahrbereich: 550km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel W-46TK mit 1000PS
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 125mm, 1 KoaxMG PKT 7,62mm, 1 FlaMG NSWT 12,7mm

    Dateien

    • Degman.1.jpg

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    • Degman.2.jpg

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  • Mittelschwerer Kampfpanzer PT-91 „Twardy“


    Polen; Entwicklung ab 1991; Serienfertigung ab 1995


    Eingesetzt in Polen


    Die Entwicklung des PT-91 begann im Jahr 1991 und bereits ein Jahr später wurde der erste Prototyp fertig gestellt. Die Veränderungen an der Wanne betreffen zunächst Schutz und Antrieb. Die Wannenfront wurde verstärkt und ist mit Reaktivpanzerungsmodulen versehen.


    Die seitlichen Gummischürzen wurden durch Modelle aus Metall ersetzt. Diese sind weniger brennbar und bieten einen besseren Schutz gegen auftreffende Geschosse. Ebenfalls verstärkt wurde der Minenschutz des Fahrers. Dessen Platz befindet sich weiterhin mittig in der Wannenfront. Vor der nach rechts öffnenden Fahrerluke ist ein großer Winkelspiegel eingebaut, welcher gegen einen „Radomka“ Restlichtverstärker ausgewechselt werden kann.


    Das Fahrwerk besteht je Seite aus sechs Laufrollen, drei Stützrollen, dem vorderen Leitrad und den hinten angeordneten Antriebszahnkranz. Als Antrieb dient dem PT-91 ein aus dem sowjetischen W-46-6 entwickelter S-12U Dieselmotor, welcher in Polen gefertigt wird. Das Getriebe entspricht weiterhin dem des T-72M1. Der Überwachung des Triebwerks dient das US-DK-1 Kontrollsystem, welche seine Daten an ein Multifunktionsdisplay am Fahrerplatz liefert. Der Turm entspricht weitestgehend dem des T-72M1 und ist der Platz von Kommandant und Richtschütze.


    Die Hauptbewaffnung besteht aus einer 125mm 2A46A Glattrohrkanone, welche einen Munitionsbestand von 42 Schuss hat. Geladen wird die Waffe über einen Ladeautomaten unter dem Turm. Daneben sind, wie bei sowjetischen Panzern üblich, ein 12,7mm FlaMG und ein koaxiales 7,62mm MG montiert. Der PT-91 verfügt über eine digitale SKO-1T „Drawa“ Feuerleitanlage. Diese wurde in Polen für den T-72 entwickelt und wird auch in Indien verwendet. Die Anlage besteht aus einem digitalem Feuerleitrechner, Kommandantenbediengerät, sowie diversen Umwelt und Statussensoren.


    Hinzu kommen eine TPD-K1 Richtschützenoptik mit integriertem Laserentfernungsmesser und ein PCN-A Restlichtverstärker für den Nachtkampf. Dem Kommandanten steht eine POD-72 Optik zur Verfügung, welche in die Kommandantenkuppel eingelassen ist. Diese ist binokular und verfügt über einen Tagkanal, sowie einen Restlichtverstärkenden Nachtsichtkanal.


    Der PT-91 ist mit einer umfangreichen Schutzausrüstung ausgestattet. Am auffälligsten ist die sehr umfangreiche Belegung des Panzers mit Reaktivpanzerungsmodulen im vorderen Teil von Wanne und Turm, sowie an den vorderen Kettenblenden. Hierbei handelt es sich um eine polnische Eigenentwicklung. Sie liegt in zwei verschiedenen Versionen vor, ERAWA-1 und ERAWA-2. Beide unterscheiden sich durch die beim ERAWA-2 doppelt vorhandene Schicht von Explosionsmaterial in den einzelnen Kissen, welche eine bessere Wirkung gegen Tandemhohlladungsgefechtsköpfe hat. ERAWA-1 wird an den Kettenblenden und ERAWA-2 an Wanne und Turm verwendet.


    Zur Schutzausstattung gehört weiterhin ein OBRA-4 Laserwarnsystem. Über vier auf den Turm montierte Sensoren können auftreffende Emissionen gegnerischer Laserentfernungsmesser und Leitstrahlen von Lenkraketen aufgefangen werden. Das System feuert dann selbstständig aus jeweils sechs an jeder Turmseite montierten Nebeltöpfen einen für Laserstrahlen undurchdringbaren Nebel in die entsprechende Richtung. Zusätzlich sind nochmals jeweils sechs Nebeltöpfe an jeder Turmseite montiert, die „normale“ Nebelgranaten verschießen können.


    Beide Systeme sind nicht untereinander austauschbar, da sie verschiedene Kaliber besitzen. Im Jahr 1997 wurde eine Weiterentwicklung des PT-91, der PT-91A, erstmals vorgestellt. Der Hauptunterschied besteht in der Verwendung der französischen SAGEM SAVAN-15 Feuerleitanlage. Der Richtschütze verfügt damit über eine SAVAN-15 Optik mit integriertem Laserentfernungsmesser und Wärmebildgerät.
    Vor der Kommandantenkuppel ist ein großes Rundsichtperiskop montiert.


    Technische Daten



    Besatzung: 3
    Gefechtsgewicht: 46,5to
    Bodendruck: 0,94kg/cm²
    Länge, BK vorn: 9,53m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,78m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,19m
    Bodenfreiheit: 0,49m
    Höchstgeschwindigkeit: 60km/h
    Fahrbereich: 650km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel S-12U mit 850PS
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 125mm, 1 KoaxMG PKT 7,62mm, 1 FlaMG NSWT 12,7mm

    Dateien

    • PT-91.jpg

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    • PT-91.2.jpg

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}

  • Mittelschwerer Kampfpanzer PT-91M


    Polen; Entwicklung ab 2000; Serienfertigung ab 2002


    Eingesetzt in Malaysia


    Im April 2002 unterzeichneten Malaysia und Polen Verträge zur Lieferung von 48 Kampfpanzer PT-91M, 6 Bergepanzer WZT-3, 5 Brückenlegepanzer PMC-90, sowie Ersatzteile und Material. Für Malaysia wurden an den Kampfpanzern einige Änderungen vorgenommen. Die Module der „ERAWA“ Reaktivpanzerung an der Turmfront wurde neu strukturiert und ähnelt der Anordnung am Turm des T-72M1Z. Hierdurch ergibt sich eine gerade Auftreffläche und ein besseres Schutzniveau.


    Die Grundpanzerung blieb jedoch unverändert. Auch wurde die Wanne vom PT-91 fast identisch übernommen. Auf die vordere Bugplatte wurden ebenfalls Module der ERAWA-2 Reaktivpanzerung montiert. An den Kettenschürzen befinden sich im vorderen Bereich Module der ERAWA-1 Reaktivpanzerung montiert. Die Wanne musste im hinteren Bereich leicht verlängert werden, um den 12 Zylinder Dieselmotor S-1000R der Firma Wola SA und das mit ihm verbundene Automatikgetriebe ESM350 der Firma Renk/SESM, aufzunehmen. Außerdem wurde am Heck eine APU montiert. Das Fahrwerk besteht aus sechs Lauf- und drei Stützrollen auf jeder Seite. Vorne befindet sich das Leitrad und der Antriebskranz hinten.


    Verwendet werden Ketten mit Gummipads der Firma Diehl. Der Kommandant verfügt nun über ein Rundsichtperiskop VIGY-15 der französischen Firma SAGEM, welches vor der Kommandantenkuppel montiert ist Es verfügt lediglich über einen Tagkanal. Der Kommandant ist in der Lage dem Richtschützen Ziele zuzuweisen und selbst den Feuerkampf zu führen.


    Die restliche Feuerleitanlage entspricht der SAGEM-15 des PT-91.
    Im Unterschied zu diesem verfügt die Richtschützenoptik Savan-15 des PT-91M über ein Catherine Wärmebildgerät der Dritten Generation sowie einen Laserentfernungsmesser.
    Bei Bedarf kann sich der Kommandant das Bild des Wärmebildgerätes auf einem Monitor anzeigen lassen. Außerdem wurde ein neuer elektrischer EADS EPS 72-Albatross Turmrichtantrieb mit Stabilisierungsanlage eingebaut.


    Als Hauptwaffe dient dem PT-91M eine 125mm Glattrohrkanone 2A46MS. Der Munitionsvorrat der Waffe beträgt 42 Granaten, davon 24 im Lader. Verschossen werden APFSDS, HEAT-FS und HE-FS.
    Neben der Hauptwaffe verfügt der Panzer über ein koaxial montiertes 7,62mm MG FN MAG57T und ein auf der Kommandantenkuppel montiertes 12,7mm FlaMG 12,7mm FN Browning M24B. Im Turm wurde eine Klimaanlage installiert. Die Funkausrüstung des Panzers besteht aus einem SOTAS Intercom von Thales NL und Thales Funkgeräte RRC 9500.


    Technische Daten



    Besatzung: 3
    Gefechtsgewicht: 46,5to
    Bodendruck: 0,94kg/cm²
    Länge, BK vorn: 10,03m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,78m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,19m
    Bodenfreiheit: 0,49m
    Höchstgeschwindigkeit: 65km/h
    Fahrbereich: 550km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel S-1000R mit 1000PS
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 125mm, 1 KoaxMG FN 7,62mm, 1 FlaMG FN 12,7mm

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}

  • Infanterieunterstützungspanzer BMPT


    Russland; Entwicklung ab 1996; Serienfertigung ab 2006


    Eingesetzt in Russland


    Nach den Kämpfen in Tschetschenien in den 90er Jahren kam man in Nizhniy Tagil zu der vernünftigen Ansicht, dass man für den Einsatz in Gebirgen und Städten eine neue Art von Fahrzeugen benötigte. Dieses neue Fahrzeug musste stark gepanzert sein, damit es den häufig aus Hinterhalten abgefeuerten Panzerabwehrwaffen widerstehen konnte.
    Gleichzeitig benötigte das Fahrzeug schnell feuernde Waffen mit hoher Durchschlagsleistung, damit man sich gegen sich schnell bewegende Ziele hinter Befestigungen, wie sie etwa Scharfschützen in Häusern darstellen, vorgehen konnte.


    Im Prinzip benötigte man einen stark gepanzerten Kampfpanzer, welcher mit einer Schnellfeuerkanone ausgerüstet ist. Unter der Bezeichnung „Boyewaya Mashina Podderzhki Tankov“ begann man mit der Entwicklung dieses Fahrzeugtyps. Ein erster Prototyp wurde 1999 präsentiert. Dieser nutzte Wanne und Turm des T-72B. Die 125mm Kanone wurde entfernt. Stattdessen wurde an beiden Turmaußenseiten jeweils eine 30mm Maschinenkanone angebracht.


    Wanne und Turmfront waren neben der normalen Grundpanzerung mit Kontakt Reaktivpanzerung geschützt. Erste Vorstellungen beim Militär erzeugten ein grundsätzliches Interesse an dem neuen Fahrzeug, allerdings wurden nun detaillierte Forderungen aufgestellt. Man begann daher mit einer Weiterentwicklung des BMPT und präsentierte 2000 einen weiteren Prototyp. Dieser basiert auf der Wanne des T-90, welche jedoch extrem modifiziert wurde. An den Wannenseiten wurden hohe Staukästen angebracht, welche Teile der Bordausrüstung, Bewaffnung, Munition und Kraftstoff enthalten. Geschützt sind die Wannenseiten durch starke Panzerplatten, welche zusätzlich mit Reaktivpanzerung versehen sind.


    Starke Reaktivpanzerungsmodule sind auch an der Wannenfront angebracht. Am Wannenheck wurde ebenfalls die Panzerung verstärkt, hinzu kommt die Anbringung von Stahlgittern. Die Wanne beinhaltet in der Front drei Plätze für die Besatzung. Mittig in der Wannenfront ist der Platz des Fahrers. Leicht nach hinten versetzt befinden sich zu beiden Seiten des Fahrers Bedienplätze für zwei Bordschützen. Die Plätze sind über Luken auf der Wannenoberseite zugänglich. In den Luken sind jeweils drei Winkelspiegel und eine TKN-3 Optik untergebracht. Die TKN-3 diente der Steuerung jeweils einem in jeder Wannenseite montierten 30mm Granatwerfer AG-17. Diese sind in Modulen montiert und können so gegen andere Waffen ausgetauscht werden.


    In der Wannenmitte, direkt unter dem Waffenturm und innerhalb des Turmdrehkranzes sind die Plätze von Kommandant und Richtschütze. Für Kommandant und Richtschützen waren gleichartige SOSNA Optiken vorgesehen, welche sowohl einen Tagkanal, als auch Laserentfernungsmesser und Wärmebildgerät beinhalten. Untergebracht wurden beide Optiken an der Vorderseite des Waffenturms. Die Turmbewaffnung besteht aus einer 30mm Maschinenkanone 2A42, einem koaxial zur Kanone angebrachten 30mm Granatwerfer AG-17, einem 7,62mm PKTM MG und einen an der linken Turmseite angebrachten Vierfachstarter für 9M133 „Kornet“ Panzerabwehrlenkraketen.


    Die voll stabilisierte 2A42 ist mittig im Turm montiert und verschießt HE-T und AP-T Munition auf Entfernungen bis 2500m. Das PKTM ist auf einer stabilisierten Lafette auf der rechten Turmseite montiert und kann unabhängig vom Turm bewegt werden. Dieser Prototyp wurde evaluiert und verschiedene Mängel wurden aufgezeigt. So wurde 2002 der endgültige Prototyp präsentiert. Die Änderungen betreffen fast ausschließlich den Turm, aber auch die Wanne wurde leicht modifiziert. So wurden die beiden Waffenbediener in der Wannenfront mit neuen TKN-4 Optiken ausgerüstet, was vor allem deren Nachtkampffähigkeit verbessert.


    Das modulare Konzept der Bewaffnung wurde beibehalten, wobei neben AG-17 und PKTM auch die Ausrüstung mit dem leichteren AG-30 möglich ist. Der Richtbereich der Waffen liegt bei 28° zu beiden Seiten und jeweils 6° vertikal. Die maximale Kampfentfernung liegt bei 1700m. Der Turm wurde komplett überarbeitet und beinhaltet sowohl geänderte Bewaffnung als auch Sensorik. Die Hauptbewaffnung besteht nun aus zwei parallel in der Turmmitte angebrachten 2A42 Maschinenkanonen.


    Der BMPT ist damit in der Lage 100 bis 250 30mm Granaten pro Sekunde abzugeben. Beide Waffen haben eine maximale Rohrerhöhung von 45°, was auch die Bekämpfung von Luftzielen ermöglicht. Oberhalb der Maschinenkanonen ist ein PKTM MG montiert. Der Vierfachstarter für die Lenkwaffen ist nicht mehr vorhanden, stattdessen sind die vier Flugkörper jeweils paarweise an Startern übereinander an den Turmseiten montiert. Die Feuerleitanlage des BMPT wurde dahingehend überarbeitet, dass der Kommandant nun mit einem unabhängig vom Turm stabilisierten Rundsichtperiskop ausgerüstet ist. Dies ist auf der rechten hinteren Turmseite montiert und verfügt über Tagkanal, Restlichtverstärker und Laserentfernungsmesser.


    Die digitale Feuerleitanlage erlaubt es aber auch das Wärmebild der Richtschützenoptik zu nutzen. Diese befindet sich in einem Gehäuse an der Turmvorderseite und verfügt neben dem Wärmebildgerät über einen Tagkanal, Laserentfernungsmesser und die Steuerungselektronik für die Lenkraketen. Ende 2006 begann die Auslieferung der ersten Fahrzeuge an die Russische Armee.


    Technische Daten



    Besatzung: 5
    Gefechtsgewicht: 47to
    Bodendruck: 0,92kg/cm²
    Länge, BK vorn: 6,96m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,78m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,83m
    Bodenfreiheit: 0,47m
    Höchstgeschwindigkeit: 65km/h
    Fahrbereich: 550km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel W-92S2 mit 1000PS
    Bewaffnung: 2 Maschinenkanonen 30mm, 1 FlaMG PKTM 7,62mm, 2 Granatwerfer 30mm, 2 Doppelstarter für 4 LFK 9M133 „Kornet“

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}

  • Bergepanzer M-84AI


    Jugoslawien, Kroatien; Entwicklung ab 1985; Serienfertigung ab 1990


    Eingesetzt in Bosnien, Kroatien, Kuwait, Serbien, Slowenien


    Beim M-84AI handelt es sich um eine in Jugoslawien gefertigte Kopie des polnischen WZT-3 Bergepanzer, welcher leicht angepasst wurde. Das Fahrzeug besteht aus einer modifizierten M-84 Wanne mit kastenförmigen Aufbau und Kran. Das Fahrwerk besteht je Seite aus sechs Laufrollen und drei Stützrollen. Die Leiträder befinden sich vorne und die Antriebszahnkränze hinten.


    Angetrieben wird der Panzer von einem 12 Zylinder Dieselmotor W-46-6. Der Kastenaufbau bietet Platz für die vierköpfige Besatzung, bestehend aus Fahrer, Kommandant und zwei Mechanikern. An der linken vorderen Seite der Wanne ist ein Kran angebracht, welcher bei Nichtbenutzung flach auf der linken Wannenseite verzurrt werden kann. Der Kran kann um 360Grad geschwenkt werden und hat eine maximale Spannweite von 5,80m, sowie eine maximale Ausfahrhöhe von 9,90m.
    Die maximale Hebelast liegt bei 15t.


    An der Wannenfront ist eine Seilwinde angebracht, welche eine Zugkraft von 300kN aufweist. Durch die Verwendung von Umlenkrollen kann diese auf theoretische 900kN erhöht werden. Das Kabel der Winde hat eine Gesamtlänge von 200m. Eine zweite kleinere Winde am Heck dient zum Bergen kleinerer Gegenstände.
    Die Seillänge beträgt hier 400m und die maximale Zugkraft 20kN.


    Mittels Bergegeschirr kann der M-84AI Fahrzeuge bis zu einer Masse von 42t abschleppen. An der Wannenfront verfügt der M-84AI über ein hydraulisch abzusenkendes Räumschild und ist wie der sowjetische BREM-1 mit einer Transportplattform für Ersatzteile auf dem Wannenheck ausgerüstet, welche speziell auf die Reparatur von M-84 Kampfpanzern angepasst sind. Vervollständigt wird die Ausrüstung des M-84AI durch eine Reihe von Werkzeugen, welche Gas- und Elektroschweißgeräte umfassen.


    Der M-84ABI ist eine in der Leistung gesteigerte Version des M-84AI. Einziger Unterschied ist die Verwendung des stärkeren W-46TK Triebwerks. Zur Selbstverteidigung verfügt der Panzer über ein an der Kommandantenkuppel montiertes 12,7mm NSWT Fla-MG. Des Weiteren besteht die Möglichkeit aus zwölf Nebeltöpfen, acht rechts und vier links an der Wannenfront montiert, eine Nebelwand zu legen.


    Technische Daten



    Besatzung: 4
    Gefechtsgewicht: 42to
    Bodendruck: 0,81kg/cm²
    Länge: 8,30m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,60m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,15m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchstgeschwindigkeit: 65km/h
    Fahrbereich: 600km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel W-46-6 mit 780PS; 12 Zylinder Diesel W-46TK mit 1000PS (M-84ABI)
    Bewaffnung: 1 FlaMG NSWT 12,7mm

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}

  • Mittelschwerer Kampfpanzer T-90


    Russland; Entwicklung ab 1990; Serienfertigung ab 1993


    Eingesetzt in Algerien, Indien, Russland


    Der T-90 ist eine verbesserte Version des T-72B und wurde als Objekt 188 beim Vagonka KB entwickelt, wobei man verschiedene Komponente und die Feuerleitanlage vom T-80U übernommen und verbessert hat.


    Erfahrungen im Einsatz des T-72 in den verschiedensten Ländern und unter den verschiedensten Bedingungen flossen in die Entwicklung mit ein, fast alle wichtigen Komponenten wurden überarbeitet. Die Wanne des T-90 ist identisch mit der des T-72BM, inklusive der angebauten Kontakt-5 Reaktivpanzerung. Das Fahrwerk besteht je Seite aus sechs Laufrollen und drei Stützrollen. Für den Antrieb sorgt ein im Heck untergebrachter Vielstoffmotor W-84MS.


    Der Turm des T-72B wurde für den T-90 überarbeitet und die Panzerung verstärkt. Sie enthält nun eine Mehrschichtpanzerung mit Einlagen aus Kunststoff, Kevlar, Aluminium und Titan. Das Schutzniveau wird durch den Einsatz der Kontakt-5 Reaktivpanzerung weiter gesteigert. Entsprechende Module sind an Turmfront und -dach angebracht und zeigen eine Wirkung gegen HL- und KE-Geschosse.


    Zur Serienausstattung des T-90 gehört das elektro-optische Abwehrsystem Shtora-1, welches gegen moderne Panzerabwehrlenkraketen Wirkung zeigt Der verwendete Feuerleitkomplex 1A45T ist eine Weiterentwicklung des 1A45 des T-80U, verfügt aber über einen moderneren 1V528-1 Feuerleitrechner. Der Richtschütze verfügt für den Einsatz bei Tag über eine voll stabilisierte 1G46 Optik mit integriertem Laserentfernungsmesser.


    Für den Nachtkampf stand ursprünglich eine TPN4-49 Optik zur Verfügung. Diese konnte sowohl passiv als Restlichtverstärker oder im aktiven Betrieb zusammen mit den TShU-1-7 IR-Scheinwerfen des Shtora-1 Systems eingesetzt werden. Nach dem ersten Los wurden alle weiteren Fahrzeuge mit dem moderneren TO1-KO2T „Agava-2“ Wärmebildgerät ausgerüstet. Die Kommandantenkuppel des T-90 wurde vom T-80UD übernommen und enthält die in der Höhe stabilisierte TKN-4S Optik. Mit dieser kann der Kommandant selbstständig Ziele aufklären, dem Richtschützen zuweisen oder auch selbst den Feuerkampf führen.


    Zusätzlich verfügt er noch über eine PZU-7 Optik zur Steuerung des voll stabilisierten Fla.MG unter Panzerschutz. Die Hauptbewaffnung des T-90besteht aus einer voll stabilisierten 125mm 2A46M-4 Glattrohrkanone mit automatischem Lader unter dem Turmboden. Der Lader fast 22 Schuss, weitere 21 werden im Kampfraum mitgeführt. Als Munitionssorten stehen APFSDS, HEAT und HE-FRAG zur Verfügung.


    Ein Verschuss des Lasergelenkten Flugkörpers 9M119 Reflex (AT-11 „Sniper“) bzw. 9M119M (Tandemhohlladung) ist ebenfalls möglich. Mit diesem können Boden- und Luftziele auf Entfernungen bis 5000m auch während der Fahrt bekämpft werden.
    Vervollständigt wird die Bewaffnung durch ein 12,7mm NSWT/KORD Fla-MG und ein 7,62mm PKT Blenden-MG. Der T-90K ist die Führungsversion des T-90 und verfügt über eine leistungsfähigere Kommunikations- und Navigationsausrüstung.


    Die jüngste Weiterentwicklung des T-90 ist die Ausrüstung des Panzers mit einem neu konstruierten Turm, welcher geschweißt und nicht mehr gegossen wird. Neben dem neuen Waffenturm werden die als T-90A bezeichneten Panzer auch mit dem W-92S2 Triebwerk ausgerüstet. Hinzu kommt der Einsatz des ESSA Wärmebildgerätes als Ersatz für die ältere Agava-2. Als T-90SI werden die Panzer bezeichnet die an Indien geliefert werden. Sie entsprechen bis auf das Fehlen des Shtora-1 EOCMDAS dem T-90A. An Algerien werden die Panzer als T-90SA geliefert.


    Er ist derzeit die modernste Version des T-90. Wichtigste extern erkennbare Änderung ist die Verwendung der „Relikt“ Reaktivpanzerung anstelle der „Kontakt-5“. Des Weiteren ist er auch mit Shtora-1 EOCMDAS System ausgerüstet, allerdings ohne die beiden TShU-1-7 Scheinwerfer.


    Technische Daten



    Besatzung: 3
    Gefechtsgewicht: 46,5to
    Bodendruck: 0,91kg/cm²
    Länge, BK vorn: 9,53m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,78m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,23m
    Bodenfreiheit: 0,49m
    Höchstgeschwindigkeit: 65km/h
    Fahrbereich: 600km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel W-84MS mit 840PS (T-90); 12 Zylinder Diesel W-92S2 mit 1000PS (T-90A, T-90S)
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 125mm, 1 KoaxMG PKT 7,62mm, 1 FlaMG NSWT 12,7mm

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}

  • Bergepanzer WZT-3/WZT-3M


    Polen; Entwicklung ab 1983; Serienfertigung ab 1985


    Eingesetzt in Polen, Malaysia


    Beim WZT-3 handelt es sich um einen auf der Basis des T-72M1 entwickelten Bergepanzer. Der WZT-3 ist darauf ausgelegt möglichst viele Funktionen in einem Fahrzeug zu vereinen und so einen höchst möglichen Reparaturaufwand betreiben zu können. Das Fahrzeug besteht aus einer modifizierten T-72M1 Wanne mit kastenförmigen Aufbau und Kran.


    Der Kastenaufbau bietet Platz für die vierköpfige Besatzung, bestehend aus Fahrer, Kommandant und zwei Mechanikern. Das Fahrwerk besteht auf jeder Seite aus sechs Lauf- und drei Stützrollen, dem vordern Leitrad und dem hinten angeordneten Antriebszahnkranz. Angetrieben wird der WZT-3 durch einen 12 Zylinder Dieselmotor W-46. An der linken vorderen Seite der Wanne ist ein Kran angebracht, welcher bei Nichtbenutzung flach auf der linken Wannenseite verzurrt werden kann. Der Kran kann um 360° geschwenkt werden und hat eine maximale Spannweite von 5,80m, sowie eine maximale Ausfahrhöhe von 8,00m. Die maximale Hebelast liegt bei 15to.


    An der Wannenfront ist eine Seilwinde angebracht, welche eine Zugkraft von 280kN aufweist. Durch die Verwendung von Umlenkrollen kann diese auf theoretische 840kN erhöht werden. Das Kabel der Winde mit einer Gesamtlänge von 200m kann mit einer Geschwindigkeit von 44,4m/min ab- und mit 18,6m/min wieder aufgerollt werden. Eine zweite kleinere Winde am Heck dient zum Bergen kleinerer Gegenstände. Die Seillänge beträgt hier 400m und die maximale Zugkraft 20kN.


    Mittels Bergegeschirr kann der WZT-3 Fahrzeuge bis zu einer Masse von 42to abschleppen. An der Wannenfront verfügt der WZT-3 über ein hydraulisch abzusenkendes Räumschild und ist wie der sowjetische BREM-1 mit einer Transportplattform für Ersatzteile auf dem Wannenheck ausgerüstet. Vervollständigt wird die Ausrüstung des WZT-3 durch eine Reihe von Werkzeugen, welche Gas- und Elektroschweißgeräte umfassen.


    Mit Einführung des PT-91 erhielt das Fahrzeug einige Modifikationen dieses neuen Panzers, besonderst im Bereich des passiven Schutzes und des Antriebs. Die veränderte Version trägt die Bezeichnung WZT-3M. Das Fahrzeug ist zusätzlich mit einer vielseitigen Wartungsausrüstung versehen und kann so auch zur Instandsetzung von Fahrzeugen genutzt werden. Als Antrieb dient der S-12U Dieselmotor. Am Fahrzeugheck ist eine Abschleppvorrichtung angebracht, welche es erlaubt einen PT-91 mit einer Geschwindigkeit von 12km/h zu bergen.


    Die Bewaffnung der Fahrzeuge besteht aus einem 12,7mm MG oberhalb der Kommandantenkuppel. Zur Erhöhung des aktiven Schutzes verfügt das Fahrzeug über eine Nebelmittelwurfanlage an der Wannenfront. Der WZT-3 befindet sich derzeit in Polen und der WZT-3M in Polen und Malaysia im Einsatz.


    Technische Daten



    Besatzung: 4
    Gefechtsgewicht: 42to; 44to (WZT-3M)
    Bodendruck: 0,85kg/cm²
    Länge: 8,30m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,60m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,17m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchstgeschwindigkeit: 60km/h
    Fahrbereich: 600km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel W-46 mit 780PS; 12 Zylinder Diesel S-12U mit 850PS (WZT-3M)
    Bewaffnung: 1 FlaMG NSWT 12,7mm

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  • Bergepanzer T-72TK/VT-72B


    CSSR, DDR; Entwicklung ab 1984; Serienfertigung ab 1987


    Eingesetzt in der DDR, Indien, Slowakei, Tschechien


    Beim VT-72 handelt es sich um einen in der CSSR in Zusammenarbeit mit der DDR entwickelten Bergepanzer. Ziel der Entwicklung war es ein Fahrzeug bereitzustellen, welches die Eigenschaften des BREM-1 lieferte, aber günstiger herzustellen und zu betreiben war als der polnische WZT-3.


    Das Fahrzeug basiert auf der Wanne des T-72M1. Auf der linken Wanneite ist ein Kastenaufbau montiert, welcher ein Teil der Bordwerkzeuge und die Besatzung aufnimmt. Auf der rechten Seite ist ein um 360° schwenkbarer Kran montiert. Er besitzt eine maximale Spannweite von 7,60m und eine maximale Hebelastvon 19 Tonnen.


    Mittig in der Wannenfront ist eine Seilwinde mit einer Zugkraft von 300kN eingebaut. Über Seilrollen läßt sich die Zugkraft aut 750kN erhöhen. Eine zweite kleinere Winde am Heck dient zum Bergen kleinerer Gegenstände. Die Zugkraft beträgt 10kN. An der Wannenfront ist ein hydraulisch absenkbares Räumschild montiert. Dieses hat eine Breite von 3,36m und kann knapp 30cm abgesenkt werden. Zur Ausstattung gehört eine E-Schweißausrüstung sowie ein Kernstrahlungs- und ein chemisches Aufklärungsgerät GO-27.


    Auf der Ladefläche lassen sich Werkzeuge, Ersatzteile und Zubehör bis zur einer Masse von 4000kg verstauen. Bewaffnet ist der Panzer mit einem 12,7mm Fla-MG NSWT. Der VT-72C ist eine verbesserte Version , dessen Kastenaufbau verlängert wurde. Er bietet neben der normalen Besatzung nun Platz für bis zu fünf Mechanikern. Angetrieben wird der VT-72C durch einen S-12U Dieselmotor. Eingesetzt wird er in Indien.


    Technische Daten



    Besatzung: 3
    Gefechtsgewicht: 45,8to
    Bodendruck: 0,94kg/cm²
    Länge: 8,15m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,46m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,64m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchstgeschwindigkeit: 60km/h
    Fahrbereich: 540km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel W-46-6 mit 780PS; 12 Zylinder Diesel S-12U mit 850PS (VT-72C)
    Bewaffnung: 1 FlaMG NSWT 12,7mm

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  • Brückenlegepanzer BLP-72


    DDR; Entwicklung ab 1981; Serienfertigung ist nie erfolgt


    Entstanden ist der Brückenlegepanzer zunächst unter der Bezeichnung "BLPz.2" infolge eines RGW-Auftrages mit der Nummer 069-81. Die Einführung des Panzers war in verschiedenen Armeen geplant.


    Mit der Entwicklung der Brücke und einer Verlegeeinrichtung wurde der VEB Stahl- und Aggregatebau Genthin beauftragt. Aus Polen wurden die ersten Panzerwannen bezogen, die jedoch bis auf eine wegen Masseüberschreitung wieder zurückgegeben wurden. Daraufhin lieferte die CSSR eine veränderte T-72 Wanne mit der Fahrgestellnummer 343242.


    In der Wannenfront sind die Plätze für Kommandant rechts und Fahrer links. Für den Fahrer steht ein normaler Fahrerplatz zur Verfügung. Der Kommandant sitzt unter einer leicht erhöht angeordneten Luke mit vier Winkelspiegeln zur Gefechtsfeldbeobachtung. Direkt hinter der Besatzung ist die komplette Verlegeeinrichtung angebracht. Diese erlaubte es die Doppelscherenbrücke in sehr kurzer Zeit zu verlegen und wieder zu verladen.
    Eine Doppelscherenbrücke wurde gewählt, da die Mehrfachfaltung eine möglichst geringe Gesamtlänge des Fahrzeugs während des Transportes ermöglichen sollte. Innerhalb von drei Jahren gelang es den Konstrukteuren und Technikern die notwendigen Konstruktionsunterlagen zu erstellen, alle benötigten Teile fertigen zu lassen und ein Erprobungsfahrzeug zusammen zusetzen.


    Als Zulieferer sollen nach mündlicher Aussage u.a. der Brückenbau Dessau, das Drahtseilwerk Wurzen und ein Pirnaer Betrieb für Seilwinden herangezogen worden sein. Mit der Anordnung Nr.8 des Chefs Pionierwesen im Ministerium für Nationale Verteidigung vom 25.04.1984 erfolgte die Werkserprobung. In diese wurde eine Untersuchung auf dem Truppenübungsplatz Storkow (02. bis 31.05.1984) eingeschlossen, bei der das Fahrzeug mit dem BLG-60M2verglichen werden sollte.


    In einer zwischenzeitlichen Einschätzung vom 22.06.1984 hieß es schließlich: "Die Verlegeeinrichtung des BLP-72 ist im Vergleich zum BLG-60M2 ein komplizierter Mechanismus... . Die gegenwärtig noch erforderlichen Hilfsmittel für die Paketablage und -aufnahme müssen aus der Sicht der Truppe abgelehnt werden...". Es wurden einige Veränderungen vorgenommen, die sich jedoch bis zum Spätsommer 1987 hinzogen. Erst am 18.10.1987 wurde die Schlussfolgerung gezogen, dass der BLP-72 nicht einführungsreif sei.


    "Die elektrische und hydraulische Anlage garantiert nach wie vor nicht die zuverlässige Funktion des Geräts". Ein Problem, dass bis zur Auflösung der NVA nicht gelöst werden konnte. Seit Oktober 1997 steht der Prototyp des BLP-72 im Militärhistorischen Museum Dresden.


    Besatzung: 2
    Gefechtsgewicht: 47to
    Bodendruck: 0,96kg/cm²
    Länge (Wanne): 7,61m
    Gesamtlänge: 11,00m
    Breite über alles: 3,80m
    Höhe über alles: 3,85m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchstgeschwindigkeit: 60km/h
    Fahrbereich: 400km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel W-46-6 mit 780PS

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    • BLP-72.jpg

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  • Minenräumpanzer BMR-3


    Sowjetunion; Entwicklung ab 1984; Serienfertigung ab 1987


    Eingesetzt in Russland


    Sowjetische Einheiten in Afghanistan fanden das sie ein geeignetes Gefechtsfahrzeug zum Räumen von Minenfeldern benötigten, da die üblich dazu verwendeten Panzer mit Minenwalzenkombinationen ihre Nachteile hatten. Daraus hervorgegangen ist der Minenräumpanzer BMR-3.


    Dieser Panzer basiert auf einer T-72A Wanne und besitzt ein Stützrollenlaufwerk aus sechs Laufrollen und drei Stützrollen je Wannenseite. Angetrieben wird der Panzer von einem 12 Zylinder Dieselmotor W-46-6, welcher mit einem manuell zu schaltenden Getriebe gekoppelt ist. Der Panzerturm wurde gegen einen kastenförmigen Aufbau ersetzt, welcher der fünfköpfigen Besatzung als Kampfraum dient. Des Weiteren werden in ihm Ausrüstungsgegenstände verstaut.


    Hinter dem Kampfraum befindet sich ein Ladungspodest in dem weitere Ausstattungswerkzeuge transportiert werden. An der rechten Seite des Kampfraums ist ein Kran befestigt, welcher wehrend der Fahrt zusammengeklappt transportiert wird. Mit ihm werden Gegenstände in das Ladepodest gehievt und andere Arbeiten verrichtet. Der Kran besitzt eine Hebeleistung von 2,5to.


    Zum Selbstschutz ist an der Kommandantenluke ein 12,7mm FlaMG NSWT montiert, welches nicht aus dem Fahrzeug heraus bedient werden kann. Weiterhin sind an jeder vorderen Seite des Kampfraumes drei Nebelwerfer für das Legen einer Nebelwand montiert. Zum Räumen von Gassen in Mienenfeldern ist der BMR-3 mit einem KMT-7 Minenroller ausgerüstet. Dieser besteht aus zwei Rollen welche vorne links und rechts an der Panzerwanne montiert sind. Verbunden werden diese über einen Rechen welcher mit Stahlklöppeln besetzt ist. Hiermit ist der Panzer in der Lage Gassen mit einer Geschwindigkeit von 12km/h in Minenfelder zu schlagen.


    Gegen Ende der 80er Jahre tauchte eine verbesserte Version des Panzers auf, welche die Bezeichnung BMR-3M trägt. Dieses Fahrzeug basiert auf einer T-72B Wanne und wird von einem 12 Zylinder Dieselmotor W-84MS angetrieben. Die auffallendste Änderung ist die Verwendung der "Kontakt" Reaktivpanzerung welche an Wannenseiten, Wannenbug und den Kampfraumseiten montiert ist. Des Weiteren wurden die Dreiergruppen Nebelwerfer gegen Vierergruppen getauscht.


    Die jetzt verwendete Kommandantenkuppel stammt vom T-90. Das an ihr befestigte FlaMG kann mit der PZU-7 Optik aus dem Panzer bedient werden. der BMR-3M ist mit einem elektromagnetischen Sender ausgerüstet, mit dessen Hilfe Minen die auf elektrische Impulse reagieren, vor dem Panzer zur Explosion gebracht werden können.


    Technische Daten


    Besatzung: 5
    Gefechtsgewicht: 47to
    Bodendruck: 0,96kg/cm²
    Länge (Wanne): 7,61m
    Gesamtlänge: 9,53m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,59m (BMR-3); 3,78m (BMR-3M)
    Höhe (ohne FlaMG): 2,35m
    Bodenfreiheit: 0,49m
    Höchstgeschwindigkeit: 70km/h
    Fahrbereich: 600km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel W-46-6 mit 780PS; 12 Zylinder Diesel W-84MS mit 840PS (BMR-3M)
    Bewaffnung: 1 FlaMG NSWT 12,7mm

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}

  • Mittelschwerer Kampfpanzer T-72MCZ


    Tschechien; Entwicklung ab 1995; Serienfertigung ab 1998


    Eingesetzt in Tschechien


    Auch Tschechien entwickelte nach dem Zusammenbruch des Warschauer Vertrags ein Update Programm für die bestehende T-72M und T-72M1 Flotte. Entstanden sind der T-72M3CZ und der T-72M4CZ, welche sich nur in ihrem Antrieb unterscheiden.


    Während der T-72M3CZ nur ein Prototyp blieb,ist der T-72M4CZ heute bereits in der tschechischen Armee im Einsatz, die Umrüstung weiterer Fahrzeuge läuft weiterhin. Beim T-72M3CZ wurde das vorhandene W-46TC Triebwerk beibehalten, aber durch Einbau von zwei Turboladern auf eine Leistung von 850PS gesteigert.


    Der T-72M4CZ erhielt ein in Israel entwickeltes NIMDA Triebwerk, welches aus einem Perkins CONDOR CV-12 1000TCA Triebwerk,sowie einem Allison XTG441-6 Automatikgetriebe besteht. Um diesen neuen Antrieb aufzunehemen musste die Wanne nach hinten verlängert werden. Um die Funktion des Triebwerks zu überwachen ist der T-72M4CZ mit einer Motorkontrollanlage ausgerüstet worden und die Stromversorgung während des Beobachtungshalts oder in Stellung wird nun durch eine APU gewährleistet.


    Die wichtigsten Neuerungen betreffen den Turm. Die Hauptbewaffnung ist immer noch die 125mm 2A46M Glattrohrkanone, die aber von einem verbesserten Hitzeschild umgeben ist. Die Stabilisierung in beiden Ebenen übernimmt ein elektrohydraulisch arbeitendes 2E28M Stabilisierungssystem. Der Munitionsbestand für die Kanone beträgt 43 Schuss. Das 7,62 KoaxMG PKT und das 12,7mm FlaMG NSWT sind ebenfalls vorhanden. Die neue Feuerleitanlage stammt von Officine Galileoaus Italien und wurde aus der im Ariete eingesetzten OG14L3 entwickelt. Der Richtschütze verfügt über eine voll stabilisierte ARES Optik mit integriertem Laserentfernungsmesser und Wärmebildgerät.


    Das voll stabilisierte ATILLA Rundsichtperiskopdes Kommandanten ist mit einem Wärmebildgerät ausgerüstet. Bei Bedarf kann ein Laserentfernungsmesser nachgerüstet werden. Die Feuerleitanlage ist mit einem automatischen Testsystem ausgestattet, welches die Funktionen überwacht und Fehler meldet. Um den ansonsten recht schwachen Panzerschutz des T-72M zu verbessern kommt an Turm und Wanne eine DYNA Reaktivpanzerung zum Einsatz. Das DYNA System hat aber den Nachteil, dass es sich hierbei um eine externe Reaktivpanzerung handelt, welche nach einem Treffer ein ballistisches Loch im Gesamtschutz hinterlässt.


    Die ursprünglich an der Turmfront montierten Nebelbecher entfallen und wurden durch ein neues System, bestehend aus jeweils sechs an den hinteren Turmseiten montierten Bechern ersetzt. Am Fahrzeug montierte Laserwarner ermitteln die Quelle des Lasers und leiten im Bedarfsfall Gegenmaßnahmen in Form von undurchdringbarem Nebel ein.


    Technische Daten


    Besatzung: 3
    Gefechtsgewicht: 48,2to
    Bodendruck: 0,96kg/cm²
    Länge, BK vorn: 9,82m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,76m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,18m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchstgeschwindigkeit: 61km/h
    Fahrbereich: 600km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel CV-12 1000TCA mit 1000PS
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 125mm, 1 KoaxMG PKT 7,62mm, 1 FlaMG NSWT 12,7mm

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}

  • Pionierpanzer IMR-2


    Sowjetunion; Entwicklung ab 1978; Serienfertigung ab 1980


    Eingesetzt in Russland


    Der IMR-2 stellt einen pionierpanzer auf Basis des T-72A dar. Das Fahrzeug wurde unter der Bezeichnung Objekt 637 entwickelt und ab 1980 in den Truppendienst übernommen.


    Ziel der Entwicklung war es ein Fahrzeug zu schaffen, welches mit der Truppe mithalten und auch unter Beschuss möglichst effektiv Hindernisse auf einem Gefechtsfeld beseitigen konnte. Dabei spielte es keine Rolle ob dieses unter Beschuss liegt oder stark ABC Waffen kontaminiert sein würde. Für die Entwicklung griff man auf die T-72 Wanne zurück, welche sich schon kurz nach Beginn der Serienfertigung als robuster und vielseitiger als die des T-64 erwiesen hatte.


    An der Wannenfront wurde ein aus dem Fahrzeuginneren heraus bedienbares Räumschild montiert. Dieses ist extrem stabil ausgelegt, weshalb es auch zur Räumung von Minen genutzt werden kann. der Bediener hat die Möglichkeit das Schild entweder in eine gerade oder V-Form zu bringen und so verschiedenste Arbeiten auszuführen. Beim Transport wird das schild angehoben und auf der vorderen Wannenfront gelagert. In diesem Zustand wird die massive Halterung des Schilds sichtbar.


    Eine weitere Modifikation an der wanne betrifft die Anbringung zweier Raketenwerfer am wannenheck. Diese dienen dazu Raketen mit Sprengschnüren abzuschießen und so Breschen in Minenfelder zu schlagen. Die Raketenwerfer können nur aufgerichtet und nach vorn abgefeuert werden.


    Auf der vorderen Wannenoberseite ist ein kleiner Turmaufbau montiert. Dieser dient als Platz für den Kommandanten/Bediener, sowie als Basis für den Mehrzweckausleger. Der Turm kann hydraulisch um 360° gedreht werden und hat auf seinem Dach eine Halterung für ein 12,7mm MG montiert. Hydraulisch ist auch der Antrieb des Auslegers, welcher eine maximale Spannweite von 8m hat. Während der Fahrt wird der Ausleger auf der hinteren Wannenoberseite verankert.


    Der Ausleger kann im Bedarfsfall mit einem Bagger oder Greifer versehen werden. Hierdurch kann der IMR-2 Stellungen ausheben oder Hindernisse räumen. Auch das Fällen von ganzen Bäumen ist möglich. Der IMR-2 stellte damit eine für die Sowjetische Armee bis dahin ungekannte Kombination aus Mobilität und Räumfähigkeit dar.


    Ab 1987 wurde die Produktion des IMR-2 auf die Basis des T-72B umgerüstet, die Bezeichnung änderte sich in IMR-2M1. Durch die Nutzung der T-72B Wanne ergaben sich vor allem Änderungen an Antrieb und Fahrwerk. Der IMR-2M1 ist nun mit dem stärkeren W-84 Dieseltriebwerk ausgerüstet. Das Fahrwerk des IMR-2M1 nutzt die neuen Laufräder des des T-72B und ist damit klar vom IMR-2 unterscheidbar.


    Die Raketenwerfer zum Räumen von Minen am Wannenheck entfielen. Diese waren im praktischen Einsatz nur sehr selten zum Einsatz gekommen. Das Räumschild an der Wannenfront wurde erheblich verstärkt, was in einer gesteigerten Räumleistung resultierte. . Die Modifikationen am Ausleger und dem Waffenturm beschränkten sich auf den Wegfall des MG und die Verbesserung des Panzerschutzes für die hydraulische Steuerung.


    Ab 1990 wurde der IMR-2 als IMR-2M2 angeboten. Wichtige Neuerung war ein geänderter Greifer, welcher es ermöglichte Gegenstände zu bewegen, welche größer als der Durchmesser des Greifers sind. Solche Situationen sind etwa bei der Räumung großer Felsbrocken oder Gebäudeteile vorstellbar.


    Der IMR-2MA ist die derzeit angebotene Version des IMR-2. Von der Konfiguration her entspricht er dem IMR-2, basiert aber auf dem T-72B.


    Technische Daten


    Besatzung: 2
    Gefechtsgewicht: 50to
    Bodendruck: 0,76kg/cm²
    Länge (Wanne): 7,61m
    Gesamtlänge (Marschstellung): 9,32m
    Gesamtlänge (Räumstellung): 15,72m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,50m
    Höhe (ohne FlaMG): 3,42m
    Bodenfreiheit: 0,46m
    Höchstgeschwindigkeit: 60km/h
    Fahrbereich: 600km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel W-46-6 mit 780PS (IMR-2); 12 Zylinder Diesel W-84 mit 840PS (IMR-2M1; IMR-2M2; IMR-2MA)
    Bewaffnung: 1 FlaMG NSWT 12,7mm (IMR-2; IMR-2MA)

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}

  • Bergepanzer BREM-1


    Sowjetunion; Entwicklung ab 1975; Serienfertigung ab 1984


    Eingesetzt in der GUS, Russland, Ukraine


    Beim BREM-1 handelt es sich um einen auf dem T-72B basierenden Bergepanzer. Ziel des Fahrzeuges ist es beschädigte Fahrzeuge vom Gefechtsfeld zu bergen und wenn möglich einfache Reparaturen zu unterstützen. Hierfür wurde die Wanne des T-72B so modifiziert, dass sie den gestellten Anforderungen entspricht. Das Fahrwerk besteht je Seite aus sechs Lauf- und drei Stützrollen.


    Im vorderen Bereich der Wanne wurde ein leicht erhöhter Aufbau angebracht, welcher als Kampfraum für die Besatzung dient. Diese besteht aus drei Soldaten, dem Fahrer mittig in der Wannenfront, dem Kommandanten an der rechten Seite und dem zusätzlichen Mechaniker in der Wannenmitte am Ende des Kampfraumes. Alle drei Besatzungsmitglieder haben eigene Luken in der Wannendecke, wobei die von Kommandant und Mechaniker nach vorn aufschwingen.


    An der linken vorderen Seite der Wanne ist ein Kran angebracht, welcher bei Nichtbenutzung flach auf der linken Wannenseite verzurrt werden kann. Der Kran kann um 360 Grad geschwenkt werden und hat eine maximale Spannweite von 4,40m. Die maximale Hebelast liegt bei 12 Tonnen, welche aber bei voller Nutzung der Spannweite auf knapp 3 Tonnen sinkt. Bei Indienststellung war der BREM-1 damit nicht nur in der Lage Triebwerke, sondern ganze Panzertürme zu ziehen. An der Wannenfront ist eine Seilwinde angebracht, welche eine Zugkraft von 245kN aufweist, durch die Verwendung von Umlenkrollen kann diese auf theoretische 980kN erhöht werden. Das Kabel der Winde mit einer gesamtlänge von 220m kann mit einer Geschwindigkeit von 20m/min ab- und mit 13m/min wieder aufgerollt werden. Eine zweite Winde dient zum Bergen kleinerer Gegenstände. Die Seillänge beträgt hier 425m und die maximale Zugkraft 5,2kN, bzw. bei Verwendung eines Flaschenzuges 9,8kN.


    Mittels Bergegeschirr kann der BREM-1 Fahrzeuge bis zu einer Masse von 50 Tonnen abschleppen. An der Wannenfront verfügt der BREM-1 über ein hydraulisch absenkbares Räumschild. Dieses hat eine Breite von 3,10m und kann knapp 45cm abgesenkt werden. Hiermit ist der Panzer in der Lage Stellungen auszuheben oder Hindernisse zu planieren bzw. aus dem Weg zu schieben. Auf dem Wannenheck ist der BREM-1 mit einer Transportplattform ausgerüstet. Diese hat eine Tragfähigkeit von 1,5 Tonnen und ist normaler Weise mit Behältern beladen, welche Ersatzteile beinhalten. Vervollständigt wird die Ausrüstung des BREM-1 durch eine Reihe von Werkzeugen bis hin zu einem ESA-1 Schweißgerät, dessen Betrieb allerdings nur bei laufendem Motor möglich ist.


    Bewaffnet wurden die ersten Serienfahrzeuge mit einem an der Kommandantenkuppel montierten 12,7mm FlaMG NSWT. Nach erscheinen des T-90 wurden die BREM-1 mit dessen Kommandantenkuppel versehen. Wobei sich jetzt das FlaMG mittels einer PZU-7 Optik aus dem Panzer heraus bedienen läßt.


    Technische Daten



    Besatzung: 3
    Gefechtsgewicht: 41to
    Bodendruck: 0,80kg/cm²
    Länge: 8,15m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,46m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,15m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchstgeschwindigkeit: 60km/h
    Fahrbereich: 540km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel W-84/W-84MS mit 840PS
    Bewaffnung: 1 FlaMG NSWT 12,7mm

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  • Pionierpanzer MID


    Polen; Entwicklung ab 1992; Serienfertigung ab 1995


    Eingesetzt in Polen


    Beim MID (Maszyna Inzynieryjno-Drogowa) handelt es sich um einen Pionierpanzer, welcher auf dem WZT-3M basiert. Das Fahrzeug basiert auf einer modefizierten T-72M1 Wanne mit einem kastenförmigen Aufbau auf der linken Wannenseite und einem Multifunktionsarm auf der rechten Seite. Der Kastenaufbau bietet Platz für die zweiköpfige Besatzung, bestehend aus Fahrer und Kommandant/Bediener. Das Fahrwerk basteht je Seite aus sechs Lauf- und drei Stützrollen. Angetrieben wird der MID von einem 12 Zylinder Diesel S-12U.


    An der rechten vorderen Seite der Wanne ist ein Multifunktionsarm angebracht, welcher bei Nichtbenutzung flach auf der rechten Wannenseite abgelegt werden kann. Dieser ist in der Lage mehrere Arbeitsgruppen aufzunehmen und anzusteuern, etwa Baggerschaufeln oder Greifarme. An der Wannenfront ist eine Seilwind angebracht, welche eine Zugkraft von 280kN aufweist. Durch Verwendung von Umlenkrollen kann diese auf theoretische 840kN erhöht werden. Das Kabel der Winde mit einer gesamtlänge von 200m kann mit einer Geschwindigkeit von 44,4m/min ab- und mit 18,6m/min aufgerollt werden. Eine zweite kleine Winde am Wannenheck dient zum Bergen kleinerer Gegenstände. Die Seillänge hier beträgt 400m und die maximale Zugkraft 20kN.


    Mittels Bergegeschirr am Heck ist der MID in der Lage, Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 50 Tonnen zu bergen. An der Wannenfront verfügt der MID über ein hydraulisch absenkbares Räumschild, welches sich in V-Stellung bringen läßt. Hiermit ist der Panzer in der Lage Stellungen auszuheben oder Hindernisse zu planieren bzw. aus dem Weg zu schieben. Die Bewaffnung besteht aus einem 12,7mm FlaMG NSWT oberhalb der Kommandantenkuppel. Zur Erhöhuung des aktiven Schutzes verfügt der MID über eine Nebelmittelwurfanlage an der linken Wannenfront.


    Technische Daten



    Besatzung: 2
    Gefechtsgewicht: 44to
    Bodendruck: 0,85kg/cm²
    Länge: 8,30m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,60m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,17m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchstgeschwindigkeit: 60km/h
    Fahrbereich: 600km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel S-12U mit 850PS
    Bewaffnung: 1 FlaMG NSWT 12,7mm

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}