Zeitungsbeitrag

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    TLZ-18-03-2010 Panzer kudamm optimiert.pdf

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    Eichsfelder Allgemeine: Mit dem Panzer nach Berlin


    Renato Pietsch plant heute ungewöhnliche Reise in die Hauptstadt

    SPANNEND: Renato Pietsch aus Worbis freut sich, dass er dem Filmteam in Berlin mit seinem Panzer aushelfen kann.

    Mit einem russischen Panzer werden die Worbiser Renato Pietsch und heute in Berlin einrollen. Allerdings wird das Kettenfahrzeug auf einem Lkw transportiert. Die Spritpreise und die Umweltzone in der Hauptstadt lassen nur diese Variante zu.


    WORBIS.

    Auf die Idee, genau 20 Jahre nach der ersten freien Volkskammerwahl auf solch Aufsehen erregende Weise in die Hauptstadt zu reisen, sind die Eichsfelder jedoch nicht selbst gekommen. Am Dienstag erhielt Renato Pietsch, der seit einigen Jahren alte Militärfahrzeuge sammelt und aufarbeitet, einen Anruf von zwei Fernsehsendern. Der NDR und 3sat waren auf seine Internetseite gestoßen und haben gefragt, ob er den Panzer für Filmaufnahmen nach Berlin bringen könne.


    HERAUSFORDERUNG: Es war gestern Nachmittag nicht ganz einfach, den BMP-1 aus seinem Winterschlaf zu wecken. Die Batterien zum Starten waren nämlich tot.

    Das stählerne Ungetüm werde auf dem Kurfürstendamm und vor dem Reichstag gebraucht, so die knappe Erklärung. Pietsch willigte ein, die Sender wollen die Kosten übernehmen.


    Das bedeutete gestern einige Arbeit für den Worbiser. Denn die ehemalige Militärtechnik befand sich noch im Winterschlaf. Die Batterien waren tot, und so kostete es einige Mühe, den russischen BMP-1, Baujahr 1976, wieder flott zu machen und auf den Sattelauflieger zu fahren.


    Bekommen hat Renato Pietsch den Panzer 2006 in Tschechien. Der war dort übrig, als ein Stützpunkt aufgelöst wurde. Und die Tschechen brauchten Geld", erzählt der Worbiser, der damals nicht lange überlegt, sondern gleich zugegriffen hat.


    Die Tschechen hätten diesen russischen Panzertyp, der noch heute beispielsweise im Irak und in Afghanistan im Einsatz sei, mit Lizenz nachgebaut. Bevor er die Reise ins Eichsfeld antreten konnte, mussten seine Waffen unschädlich gemacht werden. Pietsch hat das vor Ort in Tschechien gleich selbst erledigt. In Deutschland hätte diese Arbeiten eine Spezialfirma ausführen müssen, das wäre sehr teuer geworden", berichtet er. Gefährlich ist der Panzer also nicht mehr, aber sein Inneres ist ansonsten sehr authentisch. Elf Personen finden in ihm Platz, drei vorn im Führerstand, acht Leute hinten auf den Bänken.


    Wer morgen möglicherweise mitfährt, das weiß der Panzerfan noch nicht. Auf jeden Fall die Vorsicht. Er habe schon viele verrückte Anfragen bekommen. So habe mal jemand gewünscht, dass er mit dem Koloss VIPs vom Leipziger Flughafen abholt. Doch das habe er aus Sicherheitsgründen abgelehnt. Denn natürlich habe der Auftraggeber die Versicherungskosten für so einen Spaß nicht übernehmen wollen.


    Und nun ist er schon sehr gespannt darauf, was ihn heute in Berlin für Aufgaben erwarten. Die Leute vom Fernsehen wollten noch nicht allzu viel verraten. Renato Pietsch und sein Begleiter , der die Zugmaschine stellt, hoffen. dass keine Panik ausbricht, nachdem Sat1 diese Woche mit seinem Zweiteiler gezeigt hat, was passiert, wenn die Grenze mitten in Deutschland wieder aufgebaut wird.


    Thüringer Allgemeine: Mit Eichsfelder Panzer durch Berlin



    BERLIN/WORBIS.


    Um Deutschland zum Weltmeister im Waffenexport zu machen, holte sich ein satirisches Fernsehteam Unterstützung aus dem Eichsfeld und war gestern in Berlin mit einem Panzer aus Worbis unterwegs. Station wurde vor Botschaften wie der vom Jemen, Nordkorea oder China gemacht. Probleme hatte der Koloss in engen Straßen und wurde dann von der Polizei heimgeschickt.


    Eichsfelder Allgemeine: Keine Waffen verkauft


    ABENTEUER: Fernsehmann Tobias Schlegl war gestern mit Renato Pietsch und seinem Panzer in Berlin unterwegs.


    Eichsfelder Panzer war Teil einer satirischen Rüstungsoffensive in der Hauptstadt

    Sein Ziel, Deutschland zum Weltmeister im Waffenexport zu machen, hat ein Fernsehteam, das sich zur Unterstützung einen ausgedienten russischen Panzer aus dem Eichsfeld nach Berlin bestellte, gestern nicht erreicht.



    BERLIN/WORBIS.


    Deutschland zum Waffenexportweltmeister zu machen, dabei sollte der Worbiser Renato Pietsch mit seinem Panzer gestern in der Bundeshauptstadt Berlin behilflich sein. Ein Fernsehteam des Ndr drehte für die Satiresendung extra 3 und schickte seinen Moderator Tobias Schlegi als Außendienstmitarbeiter einer deutschen Waffenfirma zu den Botschaften von Jemen, Südafrika, Nordkorea und China. Pietschs stählerner Koloss sollte als Gratisgeschenk dienen, falls sich ein Staatsvertreter spontan zum Kauf von Kampfflugzeugen, Panzern oder U-Booten entscheidet. Aber schon an der Vertretung Jemens scheiterte Tobias Schlegl mit seinem ungewöhnlichen Angebot - aus logistischen Gründen, der Schwerlasttransporter fand einfach keinen Stellplatz in der Nähe, und vor der chinesischen Botschaft war es ebenfalls einfach zu eng, um das stählerne Gefährt abzustellen.


    Mehr Erfolg hatten die Fernsehleute mit dem Eichsfelder Panzer an der Botschaft Nordkoreas. Eine Voranfrage hatte ergeben, dass die Botschaftsmitarbeiter durchaus zu einem Interview bereit waren - sofern das Land nicht negativ dargestellt würde. Allerdings verschwieg man wohlweislich erst einmal den Panzer. So dauerte es eine ganze Weile, bis ein Vertreter sich ans Tor wagte. Der Koreaner war sichtlich verärgert. Von dem Angebot, seine Armee günstig aufzurüsten, wollte er nichts wissen. Auch die mitgebrachten Panzerkekse mit Schokoladenüberzug stießen nicht auf Wohlgefallen.


    Auf dem Weg ins Bundeswirtschaftsministerium jedoch endete die Verkaufstour. Panzer samt Crew gerieten in eine Polizeikontrolle. Die Ordnungshüter der Hauptstadt hielten das Gefährt anfangs für eine Attrappe aus Pappe. Ganz überrascht waren sie, als sie beim Klopfen am Rumpf schließlich feststellten, dass er echt war. Derweil die Beamten sich alle Papiere zeigen ließen und überprüften, ob der Panzer tatsächlich kampfunfähig gemacht ist, nutzten Passanten die Gelegenheit, sich mit dem originalen Fahrzeug fotografieren zu lassen. Renato Pietsch und sein Fahrer , der die Zugmaschine stellt, wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen. Auch an markanten Punkten Berlins, wie am Mahnmal an der Straße des 17. Juni unweit des Brandenburger Tores wurde ausgiebig gedreht. Gesendet wird der Beitrag Samstag, 22.30 Uhr, im Ndr.


    Das Ziel, Deutschland zum Rüstungs-Exportweltmeister zu machen, erwies sich in der Bundeshauptstadt also als recht schwierig umzusetzen. Geschäftsabschlüsse gab es keine, woran nicht zuletzt das zugeparkte Berlin mit seinen engen Straßen Schuld war.

    Die Idee für die Botschaftstour mit dem Panzer kam dem Fernsehteam spontan, als diese Woche bekannt wurde, dass Deutschland auf Platz 3 der weltweiten Waffenexporte steht. „Wir wollen Platz 1", steckten sich die Journalisten aus Hamburg ein ehrgeiziges Ziel und beantragten in Berlin eine allgemeine Drehgenehmigung für einen Sattelschlepper mit Panzer drauf. Die Requisite fanden sie über das Internet in Worbis.

    Spannend und wie sich zeigte nicht unbegründet - war bis zuletzt die Frage, wie lange die Verkaufstour in der Hauptstadt von den Ordnungskräften gedreht wurde. „Wir probieren es, bis es dunkel wird", verkündete die Aufnahmeleiterin. Der Tross der Journalisten, der sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollte, wurde unterwegs immer größer.


    ... schickte seinen Moderator Tobias Schlegl als Außendienstmitarbeiter ... Gleich von der Polizei weggeschickt wurden Fernsehleute und die ungewöhnliche Fracht, als die sich der türkischen Botschaft näherten. Hier waren die Freunde der Satire in den Sicherheitsbereich gefahren. Viel hätte man auch sonst nicht erreicht, denn trotz mehrfachen Klingelns an der Botschaftstür blieb die gegen 16 Uhr verschlossen. Vielleicht hatten die Mitarbeiter schon Feierabend. Das Rüstungsangebot wurde vorsorglich schriftlich hinterlassen.

    Derweil die Beamten sich alle Papiere zeigen ließen und überprüften, ob der Panzer tatsächlich kampfunfähig gemacht ist ... und die Männer wurden dann aufgefordert, die Hauptstadt zu verlassen und keine weiteren Botschaften mehr in Angst und Schrecken zu setzen.


    Thüringer Allgemeine: Mit dem Panzer durch die Hauptstadt

    SATIRE: Tobias Schlegl und sein Team vom NDR wollten Deutschland zum Waffenexporteur Nr. 1 machen und versuchten, Panzer im Dutzend in den Botschaften in Berlin zu verkaufen.

    EHRENRUNDEN: Mehrfach fuhr der Lkw mit dem Panzer auf dem Hänger am Brandenburg Tor vorbei.

    ZWISCHENSTOPP: Tobias Schlegl springt vor der nordkoreanischen Vertretung vom „Gratis-Panzer"

    KONTROLLE: Vor der türkischen Botschaft wurde die Polizei auf die ungewöhnliche Aktion aufmerksam.

    BEEINDRUCKEND: Den Panzer für die skurrile Verkaufstour hatte sich der NDR von Renato Pietsch aus Worbis ausgeborgt.

    MISSTRAUISCH: Die Polizei will nun kontrollieren, ob der Panzer tatsächlich funktionsuntüchtig ist.

    WEGGESCHICKT: Der Konvoi mit dem Panzer musste den Sicherheitsbereich der Botschaft verlassen.

    VERÄRGERT: Dieser Vertreter der Botschaft Nordkoreas war überhaupt nicht amüsiert über das Angebot des Fernsehmoderators, deutsche Waffen zu kaufen und einen Panzer (den aus Worbis) gleich gratis dazu zu bekommen.

    ÜBERRASCHUNG: Die Ordnungshüter hatten zunächst angenommen, dass der Panzer aus Pappe ist.


    Thüringische Landeszeitung (TLZ): Worbiser Panzer am Ku'damm

    Die Worbiser Renato Pietsch vor dem Russischen Panzer BMP1, der heute für Filmaufnahmen in Berlin gebraucht wird.

    Eichsfelder Militärfahrzeugsammler heute in Berlin zu Fernsehaufnahmen


    Leinefelde-Worbis. Mit einem russischen Panzer werden die Worbiser Renato Pietsch heute in Berlin einrollen. Allerdings wird das Kettenfahrzeug auf einem Lkw transportiert. Die Spritpreise und die Umweltzone in der Hauptstadt lassen nur diese Variante zu.


    Auf die Idee, genau 20 Jahre nach der ersten freien Volkskammerwahl auf solch Aufsehen erregende Weise in die Hauptstadt zu reisen, sind die Eichsfelder jedoch nicht selbst gekommen. Am Dienstag erhielt Renato Pietsch, der seit einigen Jahren alte Militärfahrzeuge sammelt und aufarbeitet, einen Anruf von zwei Fernsehsendern. Der NDR und 3sat waren auf seine Internetseite gestoßen und haben gefragt, ob er den Panzer für Filmaufnahmen nach Berlin bringen könne. Das stählerne Ungetüm werde auf dem Kurfürstendamm und vor dem Reichstag gebraucht, so die knappe Erklärung. Pietsch willigte ein, die Sender wollen die Kosten übernehmen.


    Das bedeutete gestern einige Arbeit für den Worbiser. Denn die ehemalige Militärtechnik befand sich noch im Winterschlaf. Die Batterien waren tot, und so kostete es einige Mühe, den russischen BMP-1, Baujahr 1976, wieder flott zu machen und auf den Sattelauflieger zu fahren. Bekommen hat Renato Pietsch den Panzer 2006 in Tschechien. Der war dort übrig, als ein Stützpunkt aufgelöst wurde. Und die Tschechen brauchten Geld", erzählt der Worbiser, der damals nicht lange überlegt, sondern gleich zugegriffen hat. Die Tschechen hätten diesen russischen Panzertyp, der noch heute beispielsweise im Irak und in Afghanistan im Einsatz sei, mit Lizenz nachgebaut. Bevor er die Reise ins Eichsfeld antreten konnte, mussten seine Waffen unschädlich gemacht werden. Pietsch has das vor Ort in Tschechien gleich selbst erledigt. „In Deutschland hätte diese Arbeiten eine Spezialfirma ausführen müssen, das wäre sehr teuer geworden", berichtet er. Gefährlich ist der Panzer also nicht mehr, aber sein Inneres ist ansonsten sehr authentisch. Elf Personen finden in ihm Platz, drei im Führerstand, acht Leute hinten auf den Bänken.


    Und nun ist er schon sehr gespannt darauf, was ihn heute in Berlin für Aufgaben erwarten. Die Leute vom Fernsehen wollten noch nicht allzu viel verraten. Renato Pietsch und sein Begleiter , der die Zugmaschine stellt, hoffen, dass keine Panik ausbricht, nachdem Sat1 diese Woche mit seinem Zweiteiler gezeigt hat, was passiert, wenn die Grenze mitten in Deutschland wieder aufgebaut wird.