Versionen des Schützenpanzers M2

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  • Versionen des Schützenpanzers M2

    Schützenpanzer M2 "Bradley"

    USA; Entwicklung ab 1973; Serienfertigung ab 1981

    Eingesetzt in den USA

    Das Fahrzeug dient offiziell zum Transport und der bedingten Feuerunterstützung einer sechsköpfigen Kampftruppe. Die Besatzung des M2 besteht aus drei Mann. Der Panzer verfügt über eine relativ hohe Wanne und einen kleinen nach rechts versetzten Waffenturm. Das Laufwerk besteht aus sechs Laufrollen und zwei Stützrollen. Die Antriebszahnkränze liegen vorn und die Leiträder hinten. In der Wannenfront rechts ist der gesamte Antrieb untergebracht. Dieser besteht aus einem 8 Zylinder Dieselmotor VTA-903, welcher mit einem hydromechanischen HMPT-500 Getriebe gekoppelt ist. Der M2 ist sogar in der Lage stehende Gewässer schwimmend zu überwinden und angetrieben wird er dabei von seinen Ketten. Als Vorbereitung muss auf der Oberseite der Wanne ein flexibler Schwimmschild aufgestellt werden.

    In der Wannenfront links ist der Platz des Fahrers. Der Zugang erfolgt hauptsächlich über eine große, nach Oben öffnende Luke in der sich drei M17 Winkelspiegel zur Gefechtsfeldbeobachtung befinden. Der mittlere Winkelspiegel kann bei Bedarf gegen einen AN/VVS-2 Restlichtverstärker ausgetauscht werden. Mittig auf der Wanne, leicht nach rechts versetzt, befindet sich der Waffenturm. Links des Waffenturms in der Wanne befindet sich ein Durchgang zwischen Fahrerplatz und Kampfraum im Wannenheck, welcher als Zugang zum Fahrerplatz dient und Sitzplätze für zwei Soldaten des Kampftrupps bietet. Die weiteren vier Soldaten, sowie ein Großteil der persönlichen Ausrüstung, der Handwaffen und Munition sind im hinteren Teil der Wanne untergebracht. Der Zugang erfolgt über eine nach unten absenkbare Luke oder über eine kleine Luke.

    Für den Kampftrupp stehen mehrere Winkelspiegel an den Wannenseiten und am Heck zur Gefechtsfeldbeobachtung zur Verfügung. Jeweils zwei Blenden an den Wannenseiten und am Heck erlauben es dem Schützentrupp den Feuerkampf auch unter Panzerschutz zu führen. Hierzu ist der M2 mit M231 Firing Port Weapons ausgerüstet. Der Waffenturm beinhaltet die Plätze für den Kommandanten (rechts) und dem Richtschützen (links) und die Hauptbewaffnung. Er ist elektrisch angetrieben und voll stabilisiert. Die Hauptbewaffnung besteht aus der mittig in der Turmfront angeordneten 25mm Bushmaster Maschinenkanone. Diese ist elektrisch angetrieben und erlaubt die Bekämpfung von Zielen mit HE und AP Munition und die Munitionszufuhr erfolgt gleichzeitig aus zwei Munitionskästen.

    Die M242 erlaubt drei Feuergeschwindigkeiten: Einzelfeuer, langsam (75 - 125 Schuss/min) und schnell (175 - 225 Schuss/min). Rechts der Kanone ist ein 7,62mm M240C Maschinengewehr angebracht. Die Bewaffnung des M2 wird durch die TOW Abschussvorrichtung an der linken Turmseite vervollständigt. Diese wird mechanisch oder elektrisch in Abschussposition gebracht. Verschossen werden die Flugkörper BGM-71A, 71A1 und 71C. der M2 ist mit einer einfachen Feuerleitanlage ausgerüstet,welche die Bedienung der Turmbewaffnung durch Richtschütze oder Kommandant erlaubt. Wichtigste Optik ist hierbei die Integrated Sight Unit auf der linken Turmoberseite. Sie beinhaltet einen Tag- und einen Nachtkanal, Kontrollen zur Justierung, einen Projektor für die Strichbilder, einen Sensor für die TOW Steuerung und andere Elemente.

    Die Optik verfügt nicht über einen Laserentfernungsmesser, stattdessen erfolgt die Ermittlung der Entfernung über das Strichbild und wird vom Richtschützen manuell eingegeben. Der M2 ist mit einer umfangreichen Schutzausstattung ausgerüstet. Die Grundstruktur und die Panzerung bestehen aus Aluminium und Keramikeinlagen und bietet Schutz vor Handfeuerwaffen und Splittern. An der Turmvorderseite sind zwei Abschussgeräte mit jeweils vier Startern für Nebelgranaten angebracht. 1986 begann die Produktion des M2A1, welcher Erfahrungen aus dem bisherigen Truppeneinsatz in die Serienfertigung übernahm. Wichtigste Änderung war die Einführung der TOW-2. Mit dem M2A1 können BGM-71D, 71E und 71F verschossen werden.

    Technische Daten

    Besatzung: 3+6
    Gefechtsgewicht: 22,6to
    Bodendruck: 0,54kg/cm²
    Länge, BK vorn: 6,45m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,20m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,97m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchsgeschwindigkeit: 66km/h
    Fahrbereich: 483km
    Triebwerk: 8 Zylinder Diesel VTA-903 mit 500PS
    Bewaffnung: 1 BMk 25mm (900 Schuss); 1 KoaxMG 7,62mm (2340 Schuss); 1 Starter für 2 LFK (6 TOW)
    Dateien
    • M2.jpg

      (104,25 kB, 117 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}
  • Schützenpanzer M2A2 "Bradley"

    USA; Entwicklung ab 1983; Serienfertigung ab 1988

    Eingesetzt in den USA; Saudi Arabien

    Im Jahr 1988 begann die Umrüstung auf den M2A2 und die ersten Fahrzeuge wurden noch im gleichen Jahr in den Truppendienst übernommen. Die Fahrzeuge entstanden ausschließlich aus vorhandenen M2 und M2A1, es wurden keine Neufahrzeuge produziert. Einziges Ziel der Kampfwertsteigerung war ein erhöhtes Schutzniveau. Hierzu wurden zusätzliche Panzerplattenan Turm- und Wannenfront, sowie den Wannenseiten angebracht. Hierdurch soll das Fahrzeug einen Beschuss mit dem Kaliber 30mm wiederstehen können. Um die Panzerung anzubringen wurde die Schwallplatte an der Wannenfront entfernt. Die seitlichen Schießöffnungen entfielen ebenfalls, nur die beiden Luken in der Heckklappe sind erhalten. Im Fahrzeuginneren wurde ein Splitterschutz auf Kevlarbasis angebracht, der die Besatzung vor Verletzungen auf Grund von Applation schützen soll.

    Durch die Zusatzpanzerung stieg das Gefechtsgewicht des "Bradley" von 28 auf 33to. Um die Beweglichkeit nicht zu sehr abfallen zu lassen wurde das Fahrwerk verstärkt. Der bisher verwendete 8 Zylinder Dieselmotor VTA-903 wurde durch die Version VT-903T ersetzt. Als Getriebe kommt das verbesserte HMPT-500-3EC zum Einsatz. Hierbei wurde die Schaltung geändert, entsprechende Signale werden elektrisch übertragen. Das Laufwerk des Panzers besteht aus sechs Lauf- und zwei Stützrollen je Seite. Die Antriebszahnkränze liegen vorn und die Leiträder hinten. Zwar war der M2A2 trotz des Zusatzgewichtes weiterhin schwimmfähig, es kam aber vermehrt zu Unfällen. Daher wurde alle M2A2 und M2A3 1996 für den Schwimmbetrieb gespert. Lediglich Waten bis zu einer Tiefe von einem Meterist weiterhin möglich. Die Besatzung des Panzers besteht aus drei Mann.

    In der Wannenfront links ist der Platz des Fahrers. Der Zugang erfolgt über eine große Luke. da der Waffenturm nach rechts versetzt mittig auf der Wanne montiert ist, befindet sich links in der Wanne ein Durchgang zwischen Fahrerplatz und Kampfraum im Wannenheck, welcher Sitzplätze für zwei Soldaten bietet. Die weiteren vier Soldaten und die meiste Ausrüstung sind im hinteren Teil der Wanne untergebracht. Der Zugang erfolgt über eine nach unten absenkbare Luke oder über eine kleine Tür. Der Waffenturm beinhaltet die Plätze für den Kommandanten und den Richtschützen sowie die Hauptbewaffnung. Der Turm ist elektrisch angetrieben und stabilisiert. Die Bewaffnung besteht aus einer in der Turmmitte angeordneten 25mm M242 Bushmaster Maschinenkanone, welche elektrisch angetrieben ist.

    Sie erlaubt die Bekämpfung von Zielen mit HE und AP Munition, welche ihr gleichzeitig aus zwei Munitionskästen zugeführt wird. Rechts neben der Kanone ist ein 7,62mm M240C MG angebracht. Die Bewaffnung wird durch die TOW Abschussvorrichtung an der linken Turmseite vervollständigt. Verschossen werden die Flugkörper BGM-71D, 71E und 71F. Wie der M2 und der M2A1 besitzt auch der M2A2 eine einfache Feuerleitanlage. Wichtigste Optik ist die Integrated Sight Unit auf der linken Turmoberseite. Sie verfügt nicht über einen Laserentfernungsmesser. Neben den USA nutzt auch Saudi Arabien den M2A2. Für die saudischen Fahrzeuge wurde eine Blende an der Oberseite der ISU eingeführt und die Schutzklappen geändert, so dass sie nun zu den Seiten öffnen. Diese Änderung wurde auch an vielen M2A2 der US Armee vorgenommen.

    Für die A2 Version des Bradley wurden 178+56 Sets der sogenannten A1 Panzerung beschafft. Diese in den USA entwickelte ERA ist leistungsfähiger als die A0 und kann nur mit den Versionen M2A2 und M3A2 eingesetzt werden. Die Zusatzpanzerung hat eine Masse von 3130kg. Fahrzeuge die mit dieser Panzerung versehen sind, werden als M2A2 ERA bezeichnet.

    Technische Daten

    Besatzung: 3+6
    Gefechtsgewicht: 32,8to (M2A2); 35,9to (M2A2 ERA)
    Bodendruck: 0,59kg/cm²
    Länge, BK vorn: 6,55m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,20m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,97m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchsgeschwindigkeit: 61km/h
    Fahrbereich: 460km
    Triebwerk: 8 Zylinder Diesel VTA-903T mit 600PS
    Bewaffnung: 1 BMk 25mm (900 Schuss); 1 KoaxMG 7,62mm (2340 Schuss); 1 Starter für 2 LFK (6 TOW)
    Dateien
    • M2A2.jpg

      (74,3 kB, 98 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}
  • Schützenpanzer M2A3 "Bradley"

    USA; Entwicklung ab 1997; Serienfertigung ab 2000

    Eingesetzt in den USA

    Die Entwicklung der A3 Kampfwertsteigerung des Bradley begann direkt nach Fertigstellung der ODS Modifikationen. Ziel war es diesmal den Bradley mit neuen Sichtmitteln auszustatten, die eine Bekämpfung von Zielen auf größere Entfernungen ermöglichen und somit die Ausnutzung der Bordwaffen erlauben würde. Zusätzlich bestand die Vorgabe die Navigation des Fahrzeugs zu verbessern und die Bradleyflotte mit einem Gefechtsfeldinformationssystem auszustatten. 1994 wurde ein Entwicklungsauftrag in Höhe von 240mio. US$ vergeben. Durch zusätzliche Anforderungen, etwa die Integration des "Army's Force 21 Battle Command Brigade and Below (FBCB2)" Systems stieg der Umfang der Entwicklungskosten später auf 283mio US$.

    Rückrat der A3 Architektur ist ein MIL-STD-1553 Data Bus. Dieser dient zur Vernetzung aller Subsysteme, etwa Optiken und Navigationssystem. Der M2A3 erhielt neue Optiken für Richtschütze und Kommandant. das bisher genutzte ISU wurde durch ein "Improved Bradley Acquisition System (IBAS)" ersetzt. Dieses enthält ein neuartiges Wärmebildgerät mit verbesserter Auflösung, den vom M2A2 ODS bekannten BELRF und einen Tagkanal. Das System berechnet die notwendigen Aufsetzwerte für die vorhandenen Bordwaffen. Für den Kommandanten ist rechts am Turm eine eigene Optik vorhanden, welche Tagkanal und Wärmebildgerät beinhaltet. Hierdurch ist der Kommandant in der Lage das Gefechtsfeld zu beobachten, Ziele aufzuklären, diese zu bekämpfen oder an den Richtschützen zu übergeben.

    Das System ist stabilisiert, verfügt aber nicht über einen eigenständigen Laserentfernungsmesser. das FBCB2 system des M2A3erlaubt es digitale Daten aufzuarbeiten und mit anderen Einheiten auszutauschen. Zur Anzeige dienen Displays am Kommandantenplatz, sowie in der Fahrzeugwanne. Hierdurch sind Kommandant und der Führer der Infanteriegruppe in der Lage ständig Statusinformationen über die derzeitige Situation abzufragen. Das Navigationssytem des M2A2 ODS wurde in die neue Systemarchitektur integriert. Um alle systeme ständig zu überwachen ist der M2A3 mit einem digitalen Prüfgerät ausgerüstet. Wegen der zusätzlichen elektronischen Ausrüstung kann es im Turm zu einem erheblichen Temperaturanstieg kommen. Um dies zu kompensieren wurde der M2A3 mit zusätzlichen Lüftern ausgerüstet.

    Eine Klimaanlage ist nicht vorhanden. Neben der elektronischen Ausstattung wurde mit dem M2A3 auch der passive Schutz erhöht. Hierzu wurden Änderungen an der Grundpanzerung, besonderst an Turmfront und -dach vorgenommen. Zusätzlich besteht beim M2A3 die Möglichkeit, die A1 Zusatzpanzerung anzubringen. Ansonsten wurde die Wanne mit ihrem aus sechs Lauf- und zwei Stützrollen je Seite bestehenden Laufwerk, im Vergleich zum M2A2, nicht verändert. Angetrieben wird der Panzer von einem 8 Zylinder Dieselmotor VTA-903T welcher mit einem HMPT-500-3EC Getriebe gekoppelt ist.

    Die Besatzung besteht aus drei Mann, Fahrer vorne links in der Wanne, Kommandant rechts im Turm und Richtschützelinks imTurm. Insgesamt kann der M2A3 sechs Infanteristen aufnehmen, welche das Fahrzeug über eine nach unten zu öffnende Luke betreten oder verlassen. Vier haben ihren Platz im Heck und zwei im Durchgang links des Waffenturms in der Wanne. Der Waffenturm ist mittig, leicht nach rechts versetzt, auf der Wanne montiert. In ihm ist die Hauptbewaffnung untergebracht. Die Hauptbewaffnung des Panzers besteht aus der 25mm M242 Bushmaster Maschinenkanone, einem koaxial dazu montierten 7,62mm M240C MG und einem TOW Abschussgerät an der linken Turmseite. Die Serienproduktion des M2A3 hat 2000 begonnen, wobei vorhandene M2A2 umgerüstet wurden und keine Neufahrzeuge gebaut wurden.

    Technische Daten

    Besatzung: 3+6
    Gefechtsgewicht: 32,8to (M2A3); 35,9to (M2A3 ERA)
    Bodendruck: 0,59kg/cm²
    Länge, BK vorn: 6,55m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,20m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,97m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchsgeschwindigkeit: 61km/h
    Fahrbereich: 460km
    Triebwerk: 8 Zylinder Diesel VTA-903T mit 600PS
    Bewaffnung: 1 BMk 25mm (900 Schuss); 1 KoaxMG 7,62mm (2340 Schuss); 1 Starter für 2 LFK (6 TOW)
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    • M2A3.jpg

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}
  • Spähpanzer M3 "Bradley"

    USA; Entwicklung ab 1973; Serienfertigung ab 1981

    Eingesetzt in den USA

    Der M3 dient der Aufklärung und dem Einsatz zur direkten Feuerunterstützung der Infanterie. Die Besatzung des M3 besteht aus drei Mann. Insgesamt basiert der Panzer auf der Wanne des Schützenpanzers M2 "Bradley". Die Wanne istrelativ hoch und besitzt einen nach rechts versetzten Waffenturm. Das Laufwerk besteht je Seite aus sechs Lauf- und zwei Stützrollen. Die Antriebszahnkränze lliegen vorne und die Leiträder hinten. In der Wannenfront rechts ist der gesamte Antrieb untergebracht. Dieser besteht aus einem 8 Zylinder Dieselmotor VTA-903, welcher mit einem hydromechanischen HMPT-500 Getriebe gekoppelt ist. Der M3 ist wie der M2 in der Lage stehende Gewässer schwimmend zu überwinden, angetrieben wird er dabei von seinen Ketten. Als Vorbereitung muss auf der Wannenoberseite ein flexibler Schwimmschild aufgestellt werden.

    In der Wannenfront links ist der Platz des Fahrers. Der Zugang erfolgt über eine große, nach oben öffnende Luke in der sich drei M17 Winkelspiegel befinden. Mittig auf der Wanne, leicht nach rechts versetzt, befindet sich der Waffenturm. In der linken Wannenhälfte befindet sich ein Durchgang zwischen Fahrerplatz und Kampfraum im Wannenheck und einen Sitzplatz für einen Soldaten des Aufklärungstrupps bietet. Zwei weitere Soldaten, persönliche Ausrüstung, Handwaffen und Munition sind im Kampfraum untergebracht. Der Zugang erfolgt über eine nach unten absenkbare Luke oder über eine kleine Tür. Die beim M2 vorhandenen M231 Firing Port Weapons (FPW) sind beim M3 verschlossen. Der Waffenturm beinhaltet die Plätze für den Kommandanten und Richtschützen und die Hauptbewaffnung. Er ist elektrisch angetrieben und voll stabilisiert.

    Die Hauptbewaffnung besteht aus der mittig in der Turmfront montierten 25mm M242 Bushmaster Maschinenkanone. Diese ist elektrisch angetrieben und erlaubt die Bekämpfung von Zielen mit AP und HE Munition, wobei die Munitionszufuhr gleichzeitig aus zwei Munitionskästen erfolgt. Rechts neben der Kanone ist ein 7,62mm M240C MG montiert. An der linken Turmseite ist ein Zwillingsstarter für die Panzerabwehrlenkflugkörper TOW montiert. Verschossen werden die LFK BGM-71A, 71A1 und 71C. Der M3 ist mit einer einfachen Feuerleitanlage ausgestattet. Wichtigste Optik hierbei ist die Integrated Sight Unit (ISU) auf der linken Turmoberseite. Sie verfügt über keinen Laserentfernungsmesser.

    Die Grundstruktur und die Panzerung des Fahrzeugs besteht Aluminium und Keramikeinlagen. Hierdurch ist der Panzer vor Beschuss mit Handfeuerwaffen und Granatsplittern sicher. Da der M3 weniger Soldaten mitführt als der M2 ist sein Munitionsbestand von M242 Granaten auf 1500 angewachsen und anstatt sechs nimmt er 12 TOW auf. 1986 begann die Produktion des M3A1. Wichtigste Änderung war die Einführung der TOW2. Nun werden die LFK BGM-71D, 71E und 71F verschossen. Die Blenden für die FPW entfielen und bilden damit kein ballistisches Loch mehr in den Wannenseiten und der Heckluke.

    Technische Daten

    Besatzung: 3+3
    Gefechtsgewicht: 22,6to
    Bodendruck: 0,54kg/cm²
    Länge, BK vorn: 6,45m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,20m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,97m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchsgeschwindigkeit: 66km/h
    Fahrbereich: 483km
    Triebwerk: 8 Zylinder Diesel VTA-903 mit 500PS
    Bewaffnung: 1 BMk 25mm (1500 Schuss); 1 KoaxMG 7,62mm (2340 Schuss); 1 Starter für 2 LFK (12 TOW)
    Dateien
    • M3.jpg

      (81,2 kB, 79 mal heruntergeladen, zuletzt: )
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  • Flugabwehrpanzer M6 Linebacker

    USA; Entwicklung ab 1990; Serienfertigung ab 1997

    Eingesetzt in den USA

    Der M6 Linebacker ist ein Flugabwehrpanzer der United States Army, der auf dem M2 Bradley ODS (M2A2 ODS) basiert. Seine Aufgabe ist die Flugabwehr im Nahbereich (engl. Short-range Air Defense (SHORAD)) der mechanisierten Infanterie- und Panzerdivisionen. Der Name ist der Terminologie des American Football entnommen und bezeichnet dort eine defensive Spielposition in zweiter Reihe.

    Der TOW-Werfer des Bradley wurde durch einen FIM-92 Stinger-Werfer ersetzt sowie die Zielerfassung und weitere Elektronik der neuen Aufgabe angepasst. Die Zielerfassung ist computergestützt und funktioniert bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von ca. 40 km/h. Die Kosten des Systems sind auf Grund der Verwendung vieler Teile des Bradley IFV viel geringer als bei einer kompletten Neukonstruktion. Dies vereinfacht auch die Ersatzteilversorgung und Wartung der Fahrzeuge. Der M6 Linebacker soll Marschflugkörper, Hubschrauber, Drohnen und konventionelle Flugzeuge im Nahbereich um die eigenen Verbündeten bekämpfen und diese so vor Angriffen aus der Luft schützen. Der M6 ist dabei auf Panzerunterstützung angewiesen, da er mangels effektiver Panzerabwehrwaffen deren Angriffen gegenüber verwundbar ist. Der M6 ist ebenso schnell und wendig wie der Bradley, auf dem er basiert und kann so mit den eigenen Panzertruppen problemlos mithalten.

    Zieldaten werden von vorgeschobenen Beobachtern (engl. Forward Area Air Defense (FAAD)) und den bordeigenen Systemen (C3I, IFF etc.) geliefert. Die Stingerraketen können während der Fahrt abgefeuert werden und ohne dass ein Besatzungsmitglied den Panzer verlassen muss. Der am Turm angebrachte Werfer fasst vier Stingerraketen und im Fahrzeug können weitere sechs mitgeführt werden. Zum Nachladen des Werfers muss die Besatzung allerdings den Panzer verlassen. Herkömmliche Bradleys können ebenfalls bis zu sechs Stinger mitführen, die entweder aus Schulterwerfern von Infanteristen abgefeuert oder an Linebacker weitergegeben werden.

    Zusätzlich zu den Stingerraketen hat der Linebacker auch die 25-mm-Maschinenkanone und das 7,62-mm-Maschinengewehr des Bradley. Diese ursprünglich zur Selbstverteidigung geplanten Waffen können unter Verwendung eines verbesserten mit Laser arbeitenden Zielentfernungsmessgerätes ebenfalls effektiv gegen Luftziele eingesetzt werden. Zum Selbstschutz gegen feindliche Panzerabwehrraketen ist der Linebacker mit einem Missile Countermeasure Device (MCD) ausgestattet, der die Zielerfassung von anfliegenden Panzerabwehrraketen mit starker Infrarotstrahlung blendet. Dieses System arbeitet nur für den Panzer selbst und kann keine anderen Fahrzeuge schützen.

    Die nächste auf dem M2A3 basierende Linebackergeneration soll über eine verbesserte Zielerfassung und einen verbesserten Selbstschutz verfügen. Geplant ist eine Steigerung der Trefferquote um 140 Prozent und eine Senkung der eigenen Verluste um 30 Prozent. Diese Version wird als M6A1 bezeichnet.

    Technische Daten

    Besatzung: 4
    Gefechtsgewicht: 29,9to
    Bodendruck: 0,59kg/cm²
    Länge, BK vorn: 6,55m
    Breite mit Panzerschürzen: 3,61m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,97m
    Bodenfreiheit: 0,43m
    Höchstgeschwindigkeit: 61km/h
    Fahrbereich: 400km
    Triebwerk: 8 Zylinder Diesel VTA-903T mit 600PS
    Bewaffnung: 1 MK 25mm; 1 KoaxMG 7,62mm; 1 Starter für 4 LFK "Stinger"
    Dateien
    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}