Versionen des P IV (Sd.Kfz.161)

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  • Versionen des P IV (Sd.Kfz.161)

    Mittelschwerer Kampfpanzer P IV (Sd.Kfz.161)

    Deutschland; Entwicklung ab 1934; Serienfertigung ab 1936

    1935 suchte das Heereswaffenamt nach einem Unterstützungsfahrzeug, welches den ebenfalls damals geplanten Hauptkampfpanzer, den Panzer III, im Feld begleiten sollte. Entwickelt wurde ein Panzerfahrzeug, dass zunächst eine kurze 75mm KwK37 L/24 erhielt. Das Kaliber dieser Waffe war für damalige Verhältnisse groß, allerdings war die Mündungsgeschwindigkeit der Geschosse gering, da der Lauf der Kanone nicht lang genug warum eine größere Geschwindigkeit zu gewährleisten. Dieser Panzer IV Ausf. A erhielt einen 250PS Maybach HL108 Motor. Im Polenfeldzug hatte er allerdings wenig Gelegenheiten sich zu bewähren. Außerdem bekam er das aus acht Laufrädern (Doppelaufhängungen) und vier Stützrollen je Seite bestehende Fahrwerk, welches bis Kriegsende nicht mehr verändert wurde.

    Der Panzer IV Ausf. B erhielt einen 300PS HL120TR Motor, da der 250PS Motor zu schwach war. Des Weiteren erhielt er eine auf 30mm verstärkte Frontpanzerung. Die Ausf. C erhielt anstelle des BugMG einen Sehschlitz für den Funker. Das BugMG wurde bei der Ausf. D wieder eingeführt. Die Walzenblende wurde nun Außen montiert. Nach den Fronterfahrungen in Polen wurdedie Panzerung auf 60mm vorn und 40mm an der Seite verstärkt. Diese Panzer IV trugen die Bezeichnung Ausf. E. Bei der Ausf F1 betrug die Frontpanzerung "nur" 50mm. Die Kette wurde auf 400mm verbreitert. Im Frankreichfeldzug wurde der Panzer IV häifiger eingesetzt als der Panzer III.Er erfüllte dort seinen Zweck (die Infanterieunterstützung) sehr gut, für die Panzerjagd war jedoch der Panzer III, aufgrund der höheren Geschwindigkeit des Panzerabwehrgeschosses, besser geignet.

    Die Feindpanzer wurden größer, stärker, besser bewaffnet und stärker gepanzert. Der Panzer III konnte mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten, der Panzer IV hingegen war größer und effizienter konstruiert und bot damit genügend Möglichkeiten für Verbesserungen der Bewaffnung und Panzerung. Während der Panzer III 1943 endgültig ausrangiert wurde, war der Panzer IV bereits das Rückrat der deutschen Panzertruppen. Bis zur Ausf. F1 besaß der Panzer IV keine wirklich imposante Waffe. Das sollte sich mit der Ausf. F2 ändern.

    Technische Daten (Ausf. F1)

    Besatzung: 5
    Gefechtsgewicht: 24,5to
    Bodendruck: 0,89kg/cm²
    Länge, BK vorn: 5,93m
    Breite: 2,88m
    Höhe: 2,68m
    Bodenfreiheit: 0,40m
    Höchstgeschwindigkeit: 38km/h
    Fahrbereich: 150km
    Triebwerk: 12 Zylinder Otto Maybach HL120TR mit 300PS
    Bewaffnung: 1 Zugrohr-BK 75mm; 1 KoaxMG 7,92mm; 1 BugMG 7,92mm
    Dateien
    • P IV Ausf. F1.jpg

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}
  • Mittelschwerer Kampfpanzer P IV Ausf. F2 (Sd.Kfz.161/1)

    Deutschland; Entwicklung ab 1941; Serienfertigung ab 1942

    In der Ausf. F2 erhielt der Panzer IV endlich eine lange 75mm KwK40 L/42 und konnte damit nahezu jeden alliierten Panzer vernichten. Das war vor allem an der Ostfront wichtig. Die russischen Panzer dort hatten die Fähigkeit sich jeder kleineren kanone hartnäckig zu wiedersetzen. In Afrika waren die neuen F2 so gefürchtet, dass sich alles allieierte Abwerfeuer auf sie konzentrierte sobald einer dieser Panzer auftauchte. Für die Sicherheit des F2 mussten so eigene Vorkehrungen getroffen werden. In der Sowjetunion drohten dem P IV zusätzlich Gefahren durch die guten Panzerbüchsen, die die Wanne des P IV seitlich durchschlagen konnten. Deshalb wurde ab der Ausf. H das Laufwerk links und rechts mit Panzerschürzen behängt. Diese Modifikationen bekamen alle P IV. Später stellte man fest, dass diese Schürzen auch gegen die neuen Hohlladungsgeschosse wirksam waren. Ab der Ausf. G wurden die Schott- und Seitenpanzerung auf 30mm verringert und die Dachpanzerung auf 15mm erhöht. Später Fahrzeuge der Ausf. G erhielten schon die 75mm KwK40 L/48.

    Die Ausf. H bekam einen Zimmeritbezug und die Stirnpanzerung wurde auf 85mm erhöht. Bei der Ausf. J wurde kein elektrisches Turmschwenkwerk mehr verwendet. Dadurch fiel der Nachteil, den Turm bei Schräglage nicht zu schwenken, weg. Für alle Versionen wurde ein Munitionsvorrat 86 Granaten für die Kanone mitgeführt. Zusammen mit weiteren Verbesserungen konnte der Panzer IV während des gesamten Krieges im Einsatz bleiben und war in den Händen einer erfahrenen Besatzung auch eine Bedrohung für die besten alliierten Panzer. Man muss allerdings berücksichtigen, dass der Panzer IV längst ersetzt worden wäre, hätte Deutschland über mehr Ressourcen verfügt. Nichtsdestotrotz: die Tatsache, dass dieser Panzertyp während des gesamten Krieges im Einsatz bleiben konnte, zeigt die gelungene Konstruktion diese Fahrzeuges. Insgesamt sind von allen Versionen rund 5300 Panzer hergestellt worden.

    Technische Daten (Ausf. H)

    Besatzung: 5
    Gefechtsgewicht: 25to
    Bodendruck: 0,89kg/cm²
    Länge, BK vorn: 7,02m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,29m
    Höhe: 2,68m
    Bodenfreiheit: 0,40m
    Höchstgeschwindigkeit: 38km/h
    Fahrbereich: 150km
    Triebwerk: 12 Zylinder Otto Maybach HL120TRM mit 300PS
    Bewaffnung: 1 Zugrohr-BK 75mm; 1 KoaxMG 7,92mm; 1 BugMG 7,92mm
    Dateien
    • P IV Ausf. F2.jpg

      (122,44 kB, 30 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • P IV Ausf. J.jpg

      (183,4 kB, 31 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}