P VIII "Maus"

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    • P VIII "Maus"

      Schwerer Kampfpanzer P VIII "Maus"

      Deutschland; Entwicklung ab 1942; Serienfertigung nicht erfolgt

      Der Name "Maus" ist genau das Gegenteil dessen, was dieser Panzer darstellte. Wäre dieser Panzer jemals in Serie gegangen, so wäre er der gewaltigste gewessen, der je gabaut wurde. Er sollte Hitlers ultimative Verteidigungswaffe sein. Hitler beauftragte Dr. Porsche bereits 1942 mit der Konstruktion eines wahren Monsters. Der neue Kampfkoloss sollte eine 150mm KwK und eine 75mm KwK erhalten, außerdem mit 3 MGs bewaffnet sein und die stärkste Panzerung haben. Die Tatsache, dass der Panzer allein 200 Schuss für seine 75mm KwK mitführen sollte, verdeutlicht die extreme Größe der Konstruktion. Bereits beim "Jagdtiger" zeigte sich, dass sich das Gewicht eines Panzers nicht unbegrenzt steigern lassen konnte, ohne beträchtliche Nachteile in Kauf zu nehmen (extremer Kraftstoffverbrauch, geringe Geschwindigkeit, die meisten Straßen und Brücken hielten keine 70 Tonnen Stahl aus...). Trotzdem ließ sich Hitler davon nicht stoppen und Porsche erhöhte das Gewicht des Panzers im Vergleich zum völlig untermotorisierten "Jagdtiger" um ganze 250%!

      Der Maus hätte ca. 188to gewogen. Fast keine Brücke hätte so ein Ungetüm tragen können, also konstruierte man in so, dass er mühelos 8 Meter tiefes Wasser durchtauchen konnte. Der Panzer hatte einen extrem großen Turm, dicke Kettenschürzen und einen gigantischen Treibstoffverbrauch. Die Breite der Ketten machte dabei 2/3 der Gesamtbreite aus. Für den Maus hatte man sogar einen völlig neuen 1200PS Motor gebaut, auch dieser konnte aber die 188 Tonnen Stahl nicht in genügenden Maße antreiben. Die geplante Höchstgeschwindigkeit von 20km/h wurde nie erreicht, stattdessen kroch der Panzer mit 13km/h durch die Landschaft. Selbst wenn der Krieg noch Monate länger gedauert hätte, hätte man nicht genug Ressourcen gehabt, diesen Giganten in Serienfertigung zu produzieren, geschweige denn ihn im einsatzfähigem Zustand zu halten.

      Der Maus entsprach wohl am ehesten einem Landschlachtschiff als einem normalen Kampfpanzer, trotzdem konnten ihm die neuen Hohlladungsgeschosse gefährlich werden. Der Prototyp V1 bekam die 128mm Pak44 L/55 die auch schon der Jagdtiger benutzte. Diese waffe war die gewaltigste Panzerabwehrkanone die je im Krieg eingesetzt wurde. Koaxial zur Hauptwaffe wurde eine 75mm KwK44 L/36,5 eingebaut. Es sollten für die 128mm Waffe 55 und für die 75mm Waffe 200 Granaten mitgeführt werden. Die Panzerung des Maus betrug zwischen 50mm (Heck) und 250mm (Kanonenblende). Bis zum Kriegsende wurden 11 Prototypen angefangen, aber nur zwei fertiggestellt. Nach Versuchsprotokollen schlug sich der Maus bei Versuchsfahrten überraschend gut. Die sowjetischen Streitkräfte fanden schließlich auch die beiden Prototypen. V1 war soweit zerstört, dass man seinen Turm zu Testzwecken auf die Wanne von V2 setzte. Er steht heute als einziger echter Maus im Panzermuseum Kubinka in Moskau.

      Technische Daten

      Besatzung: 6
      Gefechtsgewicht: 188to
      Bodendruck: 1,45kg/cm²
      Länge, BK vorn: 10,08m
      Breite (mit Panzerschürzen): 3,67m
      Höhe (ohne FlaMG): 3,63m
      Bodenfreiheit: 0,54m
      Höchstgeschwindigkeit: 20km/h
      Fahrbereich: 190km
      Triebwerk: 12 Zylinder Diesel Daimler Benz MB514 mit 1200PS
      Bewaffnung: 1 Zugrohr-BK 128mm; 1 Zugrohr-BK 75mm; 1 BugMG 7,62mm; 1 FlaMG 7,62mm
      Dateien
      • P VIII Maus.jpg

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      • P VIII Maus.1.jpg

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      Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}