Versionen des Leopard 2

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  • Versionen des Leopard 2

    Schwerer Kampfpanzer Leopard 2A5DK

    Deutschland; Entwicklung ab 1998; Serienfertigung ab 2003

    Eingesetzt in Dänemark

    Der dänische Leopard 2A5DK baut auf der Mannheimer Konfiguration (Leopard 2A5) auf, weist aber darüber hinaus weitere zusätzliche Merkmale auf. Zur Verbesserung des Schutzes der Besatzung wurden die Fahrerfront und der Wannenbug mit zusätzlichen Panzerungselementen und Komponenten versehen. Die Baugruppe besteht aus einem vor die vordere Panzerwanne vorgesetzten Panzerungsmodul, sowie einigen auf der gesamten vorderen Oberwanne aufgeschraubten Panzerungsplatten. In diesem Zuge entfielen alle Halterungen für Schneegreifer. Diese wurden an das Turmheck verlagert. Zur Aufnahme des zusätzlichen Gewichtes wurden im vorderen Bereich neue Drehstäbe eingesetzt, um ein taktisches Fahrverhalten in schwerem Gelände weiterhin zu ermöglichen. Das Fahrwerk besteht aus sieben Lauf- und vier Stützrollen. Vorne das Leitrad und hinten der Antriebskranz.

    Im rechten Wannenheck befindet sich über dem Fahrwerk ein Hilfsmotor (APU). Die Hauptbewaffnung des Leopard 2A5DK ist die Rheinmetall L/44 120mm Glattrohrkanone. Eine Umrüstung auf die neue Rheinmetall L/55 Kanone ist zurzeit nicht vorgesehen, die notwendigen technischen Vorbereitungen sind allerdings bereits durchgeführt. Verschossen werden KE (APFSDS) und MZ (HEAT-MP) Munition. Der Munitionsbestand beträgt 42 Granaten. Ein 7,62mm koaxiales Blenden MG ist in die Kanonenblende eingerüstet. Die Verwendung eines Fla MG auf einer Lafette der Ladeschützenluke ist beim Leopard 2A5DK nicht vorgesehen. Stattdessen wird ein zweites Blenden MG mitgeführt. Dieses MG kann von der Besatzung mittels ebenfalls mitgeführtem Zweibein im abgesessenen Kampf verwendet werden. Auf dem vorderen Turmdach, rechts neben dem Hilfszielfernrohr, ist der Schießscheinwerfer der Marke „SetBeam“ aus israelischer Produktion montiert. Dieser Zielscheinwerfer verfügt über eine 800 LUX Weißlicht-Lichtquelle und hat bei optimalen Wetterbedingungen eine Reichweite von etwa 1500m.

    Über ein Bediengerät am Platz rechts des Kommandanten kann „narrow“ für einen stark gebündelten Lichtstrahl bzw. „wide“ für einen streuenden Lichtstrahl vorgewählt werden. Der Schießscheinwerfer dient weniger dem Schießen bei Nacht. Vielmehr soll er im Kriseneinsatz einem potentiellen Angreifer zeigen, dass dieser sich, wenn angestrahlt, im Wirkungsbereich der Waffenanlage befindet. Zur Selbstverteidigung ist der Leopard 2A5DK mit einem Mehrfachwerfersystem neuerer Entwicklung ausgestattet. Diese Werfer, entwickelt von KMW, können Granaten der Kaliber 76mm und 77mm verschießen. Während die ersten vier Werfertöpfe im Winkel 0° zur Kanone nach vorn gerichtet sind, sind die letzten zwei Werfertöpfe der oberen Reihe sowie die Werfertöpfe der unteren Reihe im Winkel zwischen 5° und 45° zur Kanone angeordnet und können somit einen Fächer verschießen.

    Als Munition können Nebel-, Knall/Blitz-, Gummi- und Sprenggranaten. Am Turmheck rechts in einem massiven Gehäuse ist das Aggregat der Klimaanlage untergebracht. Die Richtschützenoptik EMES 15 wurde mit einem augenfreundlichen Ramanshifted-Laser ausgestattet. Der elektrische Antrieb der Kommandantenoptik PERI R17A2 wurde gegenüber der ursprünglichen Version verstärkt, damit das zusätzliche Gewicht, entstanden durch die Einrüstung des Thermal Imaging System (TIM), besser kompensiert werden kann.

    Technische Daten

    Besatzung: 4
    Gefechtsgewicht: 62to
    Bodendruck: 0,94kg/cm²
    Länge, BK vorn: 9,67m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,76m
    Höhe (ohne FlaMG): 3,03m
    Bodenfreiheit: 0,49m
    Höchstgeschwindigkeit: 72km/h
    Fahrbereich: 450km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel MTU MB873Ka501 mit 1500PS
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 120mm; 1 KaoxMG 7,62mm; 1 abmontierbares KoaxMG 7,62mm
    Dateien
    • Leopard 2A5DK.jpg

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    • Leopard 2A5DK.1.jpg

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  • Schwerer Kampfpanzer Leopard 2

    Deutschland; Entwicklung ab 1970; Serienfertigung ab 1979

    Eingesetzt in Dänemark, Deutschland, Finnland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Spanien

    Die taktische Forderung nach einem Kampfpanzer Leopard 2 entstand, nachdem Ende der 60er Jahre das deutsch-amerikanische Programm eines KPZ-70 eingestellt wurde. Die Firma Krauss-Maffei erhielt Anfang der 70er den Auftrag zum Bau einer Reihe von Prototypen, die mit 105mm Zug- und 120mm Glattrohrkanonen bewaffnet waren. 1977 wurde dan die Version mit 120mm BK und einer verbesserten Drehstabfederung als künftiger Leopard 2 ausgewählt. Die Serienfertigung begann 1979 und am 25.10.1980 erfolgte die Auslieferung des ersten Panzers. Die ersten 380 Fahrzeuge des ersten Loses erhielten die inoffizielle Bezeichnung Leopard 2A0.

    Der Panzer verfügt über ein Drehstabgefedertes Stützrollenlaufwerk, das je Seite aus sieben Lauf- und vier Stützrollen besteht. Für den Antrieb sorgt ein 12 Zylinder Dieselmotor MTU MB873 Ka501 mit Turboaufladung und Ladeluftkühlung. Verbunden ist das Triebwerk mit einem HSWL354 Schalt-/Lenk-/Bremsgetriebe, welches über vier Vorwärts- und zwei Rückwärtsgänge verfügt. Der Turm ist sehr eckig gehalten, mit senkrecht abfallender, zu den Seiten abgeschrägter Front. Die Hauptbewaffnung des Leopard 2 ist die 120mm Glattrohrkanone L/44 von Rheinmetall.Verschossen wurden teilverbrennbare Treibladungshülsen KE- (APFSDS-) und Mehrzweck- (HEAT-MP-) geschosse, von denen 44 an Bord waren. Die weitere Bewaffnung besteht aus einem links der Kanone koaxial montierten 7,62mm MG und einem 7,62mm FlaMG.

    Der Richtschütze verfügt über eine unabhängig von der Kanone, in beiden Ebenen stabilisierte EMES15 Optik mit Laserentfernungsmesser und binokularem Einblick. Da das geforderte Wärmebildgerät noch nicht zur Verfügung stand, wurden die Panzer mit einem PZB200 Restlichtverstärker über der Kanonenblende ausgerüstet. Der Kommandant verfügte über ein PERI R17 Rundsichtperiskop. Herzstück der EMES15 Feuerleitanlage ist ein analoger Feuerleitrechner. Relevante Umweltdaten werden manuell eingegeben. Windverhältnisse werden von einem Querwindsensor auf dem hinteren Turmdach ermittelt. Die Feuerleitanlage erlaubt es, aus voller Fahrt in nahezu jedem Gelände, sowohl stehende als auch bewegliche Ziele, sowohl am Boden als auch in der Luft, im Stand als auch aus der Fahrt heraus, zu bekämpfen.

    Erfahrungen mit den ersten Serienpanzern spiegeln sich in der Version Leopard 2A1, die ab 1981 hergestellt wurde, wieder. Die wichtigste Neuerung war nun der serienmäßige Einbau des Wärmebildgerätes für das EMES15. Um die Leistungsfähigkeit der Waffennachführanlage ständig zu überwachen wurde ein Rechnergesteuertes Prüfgerät RPP1-8 integriert. Vom Leopard 2A1 entstanden 750 Fahrzeuge, welche in zwei Losen hergestellt wurden. Die als Leopard 2A2 bezeichneten Panzer, waren die nachträglich mit Wärmebildgeräten ausgerüsteten Fahrzeuge der Version 2A0. Vom Leopard 2A3 wurden 300 Panzer neu gefertigt und unterschieden sich nur durch kleine innere und äußere Verbesserungen von ihren Vorgängern. Ab dem 5.Los wurde die letzte Serienversion, der Leopard 2A4 ausgeliefert. Schwerpunkt hierbei war die Verbesserung des passiven Schutzes. Hierzu wurde die Mehrschichtpanzerung komplett gegen eine modernere Version ausgetauscht und die Munitionsluke an der linken Turmseite entfiel. Der analoge Rechner der Feuerleitanlage wurde gegen einen digitalen ersetzt. Vom A4 wurden 695 Stück in vier Losen für das deutsche Heer hergestellt.

    Die Schweiz kaufte Mitte der 80er Jahre 35 Panzer und erwarb die Rechte zur Serienfertigung von insgesamt 345 Fahrzeugen, welche bis 1993 fertig gestellt waren und als Pz 87 bezeichnet werden. An die Niederlande Mitte der 80er Jahre gelieferten 445 Panzer tragen die Bezeichnung Leopard 2A4NL. Österreich hat gegen Ende der 90er insgesamt 115 gebraucht Leopard 2A4NL erhalten und sie als Leopard 2A4OE bezeichnet. Aus deutschen Beständen wurden an Schweden 160 Leopard 2 verkauft. Sie tragen die Bezeichnung Strv 121. Die 51 als Leopard 2A4DK bezeichneten Panzer Dänemarks, die 108 Leopard 2A4E Spaniens, die 124 Leopard 2A4PL Polens, die 52 Leopard 2A4NO Norwegens und die 124 Leopard 2A4FI Finnlands stammen ebenfalls aus Bundeswehrbeständen.

    Technische Daten

    Besatzung: 4
    Gefechtsgewicht: 55,2to
    Bodendruck: 0,83kg/cm²
    Länge, BK vorn: 9,67m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,76m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,79m
    Bodenfreiheit: 0,49m
    Höchstgeschwindigkeit: 72km/h
    Fahrbereich: 470km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel MTU MB873Ka501 mit 1500PS
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 120mm; 1 KaoxMG 7,62mm; 1 FlaMG 7,62mm
    Dateien
    • Leopard 2.jpg

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    • Leopard 2A4OE.jpg

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    • Strv 121.jpg

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  • Schwerer Kampfpanzer Leopard 2A5

    Deutschland; Entwicklung ab 1990; Serienfertigung ab 1995

    Eingesetzt in Deutschland, Niederlande

    Die Stufe II der KWS wurde in den Jahren 1995 bis 1998 für die KRK der Bundeswehr an zunächst 225 Panzern vorgenommen, welche nun die bezeichnung Leopard 2A5 tragen. Sie umfasst vor allem Maßnahmen zur Verbesserung der Feuerleitung, der Führbarkeit sowie des ballistischen Schutzes. Durch die Adaption von zusätzlicher Panzerung an der Turmfront konnte hier das Schutzniveau auf über 1100mm RHA gegen Wuchtgeschosse und 2300mm RHA gegen Hohlladungen erhöht werden. Für die kampfwertsteigerung verwendete man keine kompletten Fahrzeuge, sondern Türme der Lose 1 bis 4 und Fahrgestelle der Lose 6 bis 8. Dieses macht von daher Sinn, dass an den älteren Türmen die im Folgenden beschriebenen Änderungen durchgeführt wurden, während die Wannen relativ gleich blieben.

    Auffälligste Neuerung ist die Zusatzpanzerung an Front und Flanken des Turmes, wobei auch die Grundpanzerung erneuert wurde. Zum Schutz der Besatzung wurde im Inneren des Kampfraumes ein Liner aus Kevlar angebracht, der bei einem Treffer entstehende Splitter zurückhalten soll, die Wärmesignatur des Turmes mindert und schallisolierend wirkt. Der Turmantrieb erfolgt elektrisch, nicht mehr elektrohydraulisch. Hierdurch sinkt der Energiebedarf erheblich. Im Fall eines Treffers entfällt die Gefahr für die Besatzung durch das sehr brennbare und unter hohem Druck stehende Hydrauliköl. Gleichzeitig sinkt die Wärmeentwicklung und das Geräuschniveau des Turms sinkt merklich. Zur Vorbereitung für die Aufnahme der L/55 Kanone wurde die Rohrrücklaufbremse verstärkt. Hierdurch ist es auch möglich die DM53 zu verschießen. Die Steigerung der Durchschlagleistung gegenüber der bisherigen DM33 liegt bei etwa 60%.

    Um die Beobachtungsmöglichkeiten des Kommandanten zu verbessern ist ein neues PERI R17A2 Periskop mit integriertem OPHELIOS-P Wärmebildgerät als Ersatz für das PERI R17 motiert. Das Bild des TIM (Thermal Imaging Modul) wird auf einem Monitor am Kommandantenplatz dargestellt. Hier kann auch das Wärmebild des Richtschützen angezeigt werden. Es ist nun hinter und nicht mehr vor der Kommandantenluke montiert. Das EMES15 des Richtschützen wurde beim A5 etwas höher gesetzt, um so ein ballistisches Loch in der Panzerfront zu schließen. Da sich hierdurch die Zielwerte änderten musste die Feuerleitanlage modifiziert werden. Die Modifikationen an der Wanne sind eher gering. Die Fahrerluke ist nun nicht mehr schwenkbar, sondern wird zum Öffnen nach links geschoben. Die drei Periskope des Fahrers wurden durch Klappspiegel ersetzt. Am Fahrzeugheck ist eine Rückfahrkamera angebracht, die es dem Fahrer ermöglicht selbstständig im Rückwärtsgang zu navigieren.

    Insgesamt wurden 330 Leopard 2A4NL von den Niederlanden zur Version Leopard 2A5NL umgerüstet. Diese entspricht nahezu vollständig der Mannheimer Konfiguration. Unterschiede zum deutschen Leopard 2A5 sind die Nebelmittelwurfanlage, die verwendeten Maschinenwaffen und die Nutzung der älteren leichten Kettenblenden.

    Technische Daten

    Besatzung: 4
    Gefechtsgewicht: 59,5to
    Bodendruck: 0,85kg/cm²
    Länge, BK vorn: 9,67m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,76m
    Höhe (ohne FlaMG): 3,03m
    Bodenfreiheit: 0,49m
    Höchstgeschwindigkeit: 70km/h
    Fahrbereich: 470km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel MTU MB873Ka501 mit 1500PS
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 120mm; 1 KaoxMG 7,62mm; 1 FlaMG 7,62mm
    Dateien
    • Leopard 2A5.jpg

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    • Leopard 2A5NL.jpg

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  • Pionierpanzer 3 "Kodiak"

    Deutschland; Entwicklung ab 2002; Serienfertigung ab 2005

    Eingesetzt in der Niederlande, Schweden, Schweiz

    Überlegungen für einen Nachfolger für den Pionierpanzer 1, basierend auf einer Weiterentwicklung des GPM Entwurfes auf einem Leopard 2 Fahrgestell, waren 1978, nur ein Jahr nach Einstellung des GPM Konzeptes, ebenfalls beendet worden. der finanzielle Rahmen ließ ein solches Projekt einfach nicht zu, während die große Anzahl an verfügbaren Leopard 1 Fahrgestellen diese Entscheidung nahe legte. Nichtsdestotrotz tauchen entsprechende militärische Forderungen nach einem fortgeschrittenen Pionierpanzer im neuen Jahrhundert wieder auf. Deshalb leitete die Rheinmetall Landsysteme GmbH in Zusammenarbeit mit RUAG Aerospace Defence Technology die Entwicklung eines solchen Fahrzeuges ein, nachdem die Schweizer Armee aus einer Reihe anderer interessanter Parteien eine entsprechende Forderung nach einem auf dem Leopard 2 Fahrgestell basierenden Pionierpanzer bekannt gegeben hatte.

    Nachdem mit der Entwicklung im April 2002 begonnen worden war, konnte der erste Prototyp im August 2003 für eine Truppenerprobung in der Schweiz überführt werden. Für den Pionierpanzer 3 sind folgende Aufgaben vorgesehen: 1) errichtung oder Beseitigung aller Arten von pioniertechnischen und Panzerhindernissen, 2) Gassenbildung in Minenfeldern unter Feindeinwirkung, 3) Erdarbeiten auf dem Gefechtsfeld, während friedenserhaltender Unternehmungen oder bei jeder Art von Naturkatastrophen.

    Technisch basiert der Pionierpanzer 3 auf der Wanne des Kampfpanzers Leopard 2. Er besitzt ein Stützrollenlaufwerk aus sieben Lauf- und vier Stützrollen je Seite. Angetrieben wird der Panzer von einem 12 Zylinder Mehrstoffdieselmotor MTU MB873 Ka501, welcher im Heck des Fahrzeuges montiert ist. An der Fahrzeugfront ist mittig ein Knickgelenkschaufellbagger montiert, der wehrend der Fahrt auf dem Heck des Panzers ruht. Hierdurch musste der in der vorderen Wannenhälfte montierte Kastenaufbau in zwei Hälften geteilt werden. In diesen Kastenaufbauten ist die dreiköpfige Besatzung untergebracht, Kommandant im rechten, Fahrer und Operateur im linken Teil. Außerdem wird in ihm zusätzliches Werkzeug transportiert.

    Des Weiteren besitzt er ein Planiersystem und eine Rotzler Windeneinrichtung mit einer Zugkraft von bis zu 900kN. Die Räumschaufel kann seitlich angewinkelt werden und verfügt über zusätzliche Seitenteile zur Erhöhung der Arbeitsbreite. Der Panzer ist für die Installation von Mienenräumflügen der Firma Pearson, Gasmarkierungsgeräten des Typs Pathfinder oder einem Magnetfeldsimulator Demeter 2 vorbereitet. Die Serienfahrzeuge werden einen zusätzlichen Minenschutz und eine Innenschutzbeschichtung gegen Splitterwirkungen im Kampfraum erhalten. Zum Eigenschutz ist der Panzer mit einem 12,7mm FlaMG über der Kommandantenkuppel ausgerüstet.

    Technische Daten

    Besatzung: 4
    Gefechtsgewicht: ca 62to
    Bodendruck: 0,85kg/cm²
    Länge (Wanne): 7,72m
    Gesamtlänge: 10,20m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,54m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,60m
    Bodenfreiheit: 0,49m
    Höchstgeschwindigkeit: 65km/h
    Fahrbereich: 470km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel MTU MB873Ka501 mit 1500PS
    Bewaffnung: 1 FlaMG 12,7mm
    Dateien
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  • Schwerer Kampfpanzer Stridsvagn 122

    Deutschland; Entwicklung ab 1995; Serienfertigung ab 2000

    Eingesetzt in Schweden

    Der auch unter der Bezeichnung Leopard 2A5S bekannte Strv 122 ist eine Version des Leopard 2A5, die den speziellen Bedürfnissen Schwedens an einen modernen Kampfpanzer angepasst wurde. Der größte Hauptunterschied ist wohl, dass der deutsche Kampfpanzer ein Update ist, während die schwedische Version einen kompletten Neubau darstellt. Neben der Zusatzpanzerung an der Turmfront wurden die beiden Luken sowie Teile des Turmdachs mit zusätzlicher Panzerung versehen. Die beiden Turmluken wurden zu Schiebeluken umfunktioniert. Das Rundsichtperiskop des Kommandanten erhielt ein elektrisch betätigtes Schutzschild, welches sich in 6 Uhr-Position vor das Sichtglas fahren läßt. Bugfront und obere Bugplattesind ebenfalls mit einem verbesserten Schutz ausgestattet worden. Eine sehr große Neuerung in Sachen Führbarkeit des Kampfpanzers ist das Tank Command and Control System (TCCS). Der Informationsaustausch mit anderen Fahrzeugen erfolgt über digitalen Datenfunk mittels zweier zusätzlicher Funkgeräte.

    Der Feuerleitrechner des Strv 122 kann Schusstafeln von bis zu 12 Munitionssorten speichern. Das EMES15 wurde mit einem augenfreundlichen Ramanshifted-Laser ausgestattet. Die Munition, für die von Rheinmetall gefertigte 120mm Glattrohrkanone L/44, besteht aus einer KE (APFSDS) und einer MZ (HEAT-MP) Sorte. Der Munitionsbestand beträgt 42 Granaten. Zusätzlich verfügt der Strv 122 über das französische "GALAX-System", welches rechts und links am Turm angebracht ist, und neben Nebel- auch Spreng- und Splittermunition verschießen kann. Aus Sicherheitsgründen wurden die stärkeren Drehstäbe und Endanschläge der Panzerhaubitze 2000 verwendet, die Betriebsbremse mit dickeren Bremsscheiben ausgerüstet und Sicherheitsgurte für die Besatzung eingeführt. 2004 entschied sich Schweden für die Ausrüstung des Strv 122 mit einem zusatzlichen Minenschutzpaket. Die so ausgerüsteten Panzer tragen die Bezeichnung Strv 122B.

    Technische Daten

    Besatzung: 4
    Gefechtsgewicht: 62to
    Bodendruck: 0,94kg/cm²
    Länge, BK vorn: 9,67m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,76m
    Höhe (ohne FlaMG): 3,03m
    Bodenfreiheit: 0,49m
    Höchstgeschwindigkeit: 72km/h
    Fahrbereich: 450km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel MTU MB873 Ka501 mit 1500PS
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 120mm; 1 KaoxMG 7,62mm; 1 FlaMG 7,62mm
    Dateien
    • Strv 122.jpg

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    • Strv 122.1.jpg

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    • Strv 122.2.jpg

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    • Strv 122.3.jpg

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}
  • Schwerer Kampfpanzer Pz 87WE

    Deutschland, Schweiz; Entwicklung ab 2004; Serienfertigung ab 2008

    Eingesetzt in der Schweiz

    Die Firmen KMW und Ruag Land Systems entwickeln derzeit unter der Bezeichnung Pz 87WE (Werterhaltung) eine Kampfwertsteigerung für den Pz 87. Ab 2008 sollen an etwa 120 Pz 87 die notwendigen Veränderungen vorgenommen werden. Ziel der Entwicklung war sowohl die Verbesserung des Schutzes als auch der Führbarkeit. An der Wanne wurden vor allem Verbesserungen am Minenschutz des Fahrzeuges vorgenommen. Der Wannenboden unter dem Kampfraum wurde durch eine zusätzliche Panzerplatte verstärkt. Der Fahrer hat keinen festen Sitz mehr, sondern wird über eine flexible Aufhängung fixiert. Er st nun auch mit einer Rückfahrkamera auf dem Wannenheck ausgerüstet. Der weiteren Erhöhung des Schutzes dient eine Panzerplatte an der Oberseite der Wannenfront. Weitaus umfangreicher sind die Änderungen am Turm. Front und vordere Seiten sind von einer in der schweiz entwickelten Zusatzpanzerung geschützt. Durch die Verwendung von Titaneinlagen ereicht man hierbei vor allem eine Erhöhung des passiven Schutzes gegen Wuchtgeschosse. Interessanter Weise folgt man hier aber nicht der von Deutschland entwickelten und ab dem Leopard 2A5 verwendeten Keilform. Stattdessen wird durch die 230mm starke Zusatzpanzerung die von den älteren Leopard 2 Versionen her bekannte Turmfront erhalten. Die Zusatzpanzerung an Turmfront- und seiten besteht aus mehreren Teilen, die löslich mit der Grundpanzerung verbunden sind.

    Weitere Verstärkung der Panzerung wurden auf dem hinteren Turmdach vorgenommen. Die Nebelwurfanlage wurde umkonfiguriert und durch eine Verkleidung geschützt. Am Turmheck sind zusätzliche Staukästen für die Ausrüstung der Besatzung vorhanden. Der Pz 87WE ist mit einer elektrischen Waffenrichtanlage ausgerüstet. Hierdurch entfällt die Gefärdung der Besatzung im Falle eines Treffers. Eine wichtige Neuerung des Panzers ist die Ausrüstung mit einem Gefechtsfeldführungssystems. Das System erlaubt die GPS gestützte Navigation des Panzers über ein Farbdisplay am kommandantenplatz. Das Peri R17A1 des Pz 87 wurde durch die modernere Version Peri R17A2. Dieses verfügt über ein Ophelios-P Wärmebildgerät und erlaubt dem Kommandanten auch bei Nacht und schlechten Sichtverhältnissen Ziele aufzuklären und zu bekämpfen. Das FlaMG des Pz 87 wurde durch das so genannte Autarke Waffensystem (AWS) ersetzt.

    Dieses besteht aus einem in einer ferngesteuerten Lafette montierten 12,7mm MG M2 (MG64). Die waffe wird elektrisch gerichtet und ist voll stabilisiert. In der Lafette ist ein Tagkanal untergebracht. Im Bedarfsfall ist die Nachrüstung mit einem Wärmebildgerät möglich. Die Steuerung des AWS erfolgt durch den Ladeschützen. Ein wichtiges Augenmerk bei der Entwicklung des Pz 87WE ist die Reduktion von Radar-, Wärme- und Schallemission. Hierzu wurden bauliche Veränderungen, wie die Verkleidung der Nebelmittelwurfanlage oder der Umbau der Staukästen am Turm vorgenommen. Zusätzlich kann der Panzer mit einem neuartigen Multispektraltarnnetz ausgerüstet werden.

    Technische Daten

    Besatzung: 4
    Gefechtsgewicht: 61to
    Bodendruck: 0,94kg/cm²
    Länge, BK vorn: 9,67m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,76m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,79m
    Bodenfreiheit: 0,49m
    Höchstgeschwindigkeit: 72km/h
    Fahrbereich: 450km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel MTU MB873 Ka501 mit 1500PS
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 120mm; 1 KaoxMG 7,62mm; 1 FlaMG 12,7mm
    Dateien
    • Pz 87WE.jpg

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    • Pz8 7WE.1.jpg

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    • Pz 87WE.2.jpg

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}
  • Schwerer Kampfpanzer Leopard 2A6

    Deutschland; Entwicklung ab 1999; Serienfertigung ab 2001

    Eingesetzt in Deutschland, Griechenland, Niederlande, Kanada, Spanien.

    Ende der 80er Jahre, wurde ein umfassendes Modernisierungsprogramm für den Kampfpanzer Leopard 2 entwickelt - die Aufwertung wurde in zwei Stufen unterteilt - KWS I und KWS II. Zunächst wurden die Leopard 2 der KWS II (KWS = KampfWertSteiergerung) unterzogen, diese beinhaltet u.a. einen verbesserten Panzerschutz und ein verbessertes Kommunikations- und Leitsystem. Aufbauend auf der KWS II entstand der Leopard 2A5, welcher zusätzlich folgende Neuerungen beinhaltet: austauschbare Zusatzpanzerung an der Turmfront; Peri-R 17 Kommandantenperiskop mit Wärmebildgerät; verbesserter Splitterschutz im Turminneren; vollelektronischer Turm- und Waffenantrieb; GPS Navigationssystem; eine elektropneumatische Fahrerluke und eine auf CCD basierende Kamera am Heck zur Erleichterung von Rückwärtsfahrten.

    Ab 1999 wurde dann bei den Leopard 2A5 begonnen die KWS I umzusetzen, mit der eine Erhöhung der Feuerkraft erreicht werden sollte. Die Umrüstung am Panzer betraf daher vorwiegend die Waffenanlage. Im Detail wurden so für die neue 120mm Glattrohrkanone L/55 die Rohr-Rücklaufbremse und die Schildzapfenlagerung verstärkt sowie die Feuerleit- und Waffennachführanlage angepasst. Von der alten Serienwaffe wurden das Wiegerohr, der Rauchabsauger, das Bodenstück und der Verschlusskeil übernommen. Vollständig erneuert wurden dagegen die Feldjustieranlage, die Rohrschutzhülle und der Hülsensack. Neben diesen Änderungen wurde auch eine neue KE-Munition eingeführt. Die als LKE II (DM-53) bezeichnete Munition durchdringt je nach Entfernung bis zu 1.000 Millimeter RHA und erfüllt die Forderungen der Bundeswehr zum Durchschlagen von Verbundpanzerung. Die so ausgerüsteten Fahrzeuge tragen die Bezeichnung Leopard 2A6.

    Als Problem erwies sich die seit der Ausführung 2A4 bekannte Verschmutzung der Feldjustieranlage bei der Rückwärtsfahrt. Die Panzertruppenschule erprobt seither mit einem modifizierten Panzer (2A6 mod) Frontschürzen (siehe Strv 121), die dies unterbinden sollen. Weiterhin wurde eine neue Anordnung der Nebelmittelwurfanlage erprobt, die mit dem 2A6M offiziell eingeführt wurde und bei allen Varianten Anwendung findet. 2004 wurden die Leopard 2A6 mit einem zusätzlichen Minenschutz ausgerüstet und tragen die Bezeichnung Leopard 2A6M. Der Umbau umfasste den Einbau eines entkoppelten Kommandanten- und Ladeschützensitzes, eine modifizierte Notausstiegsluke, einen adaptierbaren Minenschutz, Drehstababdeckungen (um deren „Umherfliegen“ bei einer Minenexplosion zu verhindern), Abdeckung des Schleifringübertragers und eine geänderte Verstauung angebrachter Gegenstände auf dem Boden. Besonders umfangreich und ungewöhnlich sind die Änderungen am Fahrerplatz. So wurde der Sitz entfernt und durch ein Gurtzeug mit fünf Gurten ersetzt, durch die der Fahrer im Panzer aufgehängt wird und in Verbindung mit einem Gummiklotz (Abstandshalter) den notwendigen Abstand zum Boden bekommt.

    Als eine private Weiterentwicklung des Leopard 2 wurde von KMW 2004 der Leopard 2A6EX vorgestellt. Er dient dazu um möglichen Interessenten eine derzeitige Konfiguration zu demonstrieren. Am auffälligsten im Vergleich zum normalen A6 dürften wohl die neu gestaltete Wannenfront mit zusätzlicher Panzerung sowie der Bomblettschutz auf dem Turmdach sein. Die kKönigliche Niederländische Armee entschied sich ebenfalls zur Umrüstung der vorhandenen Leopard 2A5NL auf die leistungsstärkere L/55 Waffenanlage. Spanien hat die Lizenz zur Fertigung von Leopard 2A6 von Deutschland erworben. Diese Panzer werden als Leopard 2E bezeichnet. Um den Panzerschutz zu verbessern wurde am Wannenbug und auf dem Turmdach eine Zusatzpanzerung angebracht. Er ist mit einem LINCE (Leopard Information Control Equipment) System ausgerüstet, welches Datenkommunikation und Missionsplanung erlaubt. In der rechten hinteren Wannenseite ist ein Notstromaggregat untergebracht. Änderungen am Turm betreffen den Einbau einer Klimaanlage im Turmheck, sowie die Verwendung einer 77mm Nebelmittelwurfanlage. Die Feuerleitanlage umfasst leistungsstärkere Tag- und Nachtsichtoptiken für den Richtschützen.

    Im Frühjahr 2002 wurde der Leopard 2HEL als neuer Kampfpanzer der Hellenischen Armee bestimmt. Bei dem Fahrzeug handelt es sich zu seiner Einführung, zusmmen mit dem spanischen Leopard 2E, um die leistungsfähigste Version des Leopard 2. Der Panzer gleicht außerlich stark dem Leopard 2E, hat aber einige Verbesserungen. Zum einen werden große Teile der Feuerleitanlage inklusive der Optiken, Funkgeräten und Klimaanlage in Griechenland hergestellt. Zum anderen verwendet der Leopard 2HEL das französische GALIX Selbstverteidigungssystem.

    Technische Daten

    Besatzung: 4
    Gefechtsgewicht: 61to (A6); 64to (A6M)
    Bodendruck: 0,94kg/cm²
    Länge, BK vorn: 10,97m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,76m
    Höhe (ohne FlaMG): 3,03m
    Bodenfreiheit: 0,49m
    Höchstgeschwindigkeit: 70km/h
    Fahrbereich: 470km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel MTU MB873 Ka501 mit 1500PS
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 120mm; 1 KaoxMG 7,62mm; 1 FlaMG 7,62mm
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    • Leopard 2A6.jpg

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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}
  • Schwerer Kampfpanzer Leopard 2PSO

    Deutschland; Entwicklung ab 2004; Serienfertigung noch nicht erfolgt

    Basierend auf den Erfahrungen der letzten Jahre beim Einsatz von Kampfpanzern in den verschiedenen Krisengebieten der Welt entwickelte die Firma Kraus-Maffei Wegmann die Version Leopard 2PSO (Peace Support Operation). Hierbei handelt es sich um einen Kampfpanzer Leopard 2, welcher in den Bereichen Überlebensfähigkeit und Sensorik verbessert wurde. Ziel der Entwicklung war hierbei die Demonstration technischer Möglichkeiten und nicht die Entwicklung eines Serienfahrzeugs. Die gezeigte Technologie ist modular aufgebaut und kann so bei Bedarf in bestehende Fahrzeuge der verschiedenen Nutzer nachgerüstet werden. Der derzeit vorgestellte Prototyp basiert prinzipiell auf dem Leopard 2A5, wurde aber in wesentlichen Bereichen verbessert.
    Die Wahl für diese Version des Leopard 2 ist darauf zurückzuführen, dass hierbei noch die altere 120mm Glattrohrkanone L/44 Verwendung findet. Hierdurch ergibt sich eine bessere Beweglichkeit in bebautem Gelände. Der Höhenrichtbereich der Waffe wurde allerdings nicht angepasst. Auffälligste Änderung gegenüber anderen Leopard 2 Modellen sind die zusätzlichen Panzerungsmodule an Turm und Wanne, welche einen Rundumschutz gegen einfache Hohlladungsgranaten gewährleisten sollen.

    Die Nutzung einfacher Gitter ist nicht vorgesehen, sondern man nutzt eine Stahlverbundpanzerung. Die Fahrzeugoberseite ist nicht verstärkt worden, dafür verfügt der Panzer aber über den vom Leopard 2A6M her bekannten Minenschutz am Fahrzeugboden. An der Wannenfront ist der Panzer mit einem hydraulischen Räumschild ausgerüstet. Dieses dient dem Räumen von Hindernissen, den Ausheben von Stellungen und erhöht darüber hinaus den Schutz der Wannenfront gegen frontal auftreffende Geschossen und Minen. Um die Mobilität zu verbessern und dem gestiegenen Gewicht Rechenschaft zu tragen erhielt der Leopard 2PSO zusätzliche Änderungen im Bereich Fahrwerk und Antrieb. Daher wurde der Panzer mit der modernen Kette vom Typ 570PO, sowie hydraulischen Kettenspannern ausgerüstet. Bei dieser Kette greifen die Zähne des Antriebszahnkranzes direkt in die Kettenglieder und nicht an die Endverbinder. Im Wannenheck befindet sich ein Euro- Powerpack. Diese bestehet aus einem MTU MB883 Ka-500 Dieselmotor und dem Renk HSWL-295TM Automatikgetriebe. Des weitern ist ein zusätzlicher Kraftstofftank mit einem Fassungsvermögen von 400l im Fahrzugheck untergebracht.

    Zusätzlich zu Triebwerk und Tank ist im hinteren Teil der Wanne auch ein Notstromaggregat eingebaut. Eine andere wichtige Neuerung des Leopard 2PSO ist das erweiterte Sensorpaket. Der Panzer ist mit Kameras an allen Seiten ausgerüstet, welche eine Beobachtung des nahen Umfeldes von jeder Position innerhalb des Fahrzeuges ermöglichen. Der Fahrer ist nun mit einer hochauflösenderen Kamera am Heck und einer Nachtsichtkamera auf der Wannenfront ausgerüstet. Die Optiken von Kommandant und Richtschütze wurden nicht verbessert, sie sind nur besser geschützt. Zusätzlich verfügt der Panzer nun über einen Suchscheinwerfer, wie er schon beim Leopard 2A5DK im Einsatz ist. Die Änderungen innerhalb des Turms betreffen eine komplett digitalisierte Waffennachführanlage, sowie die Ausrüstung des Fahrzeugs mit einem digitalen Führungssystem. Dieses beinhaltet ein Navigationssystem mit Kartendarstellung, sowie Datenaustausch. Hinzu kommt ein Missionsrecorder, welcher die Bewegung des Fahrzeugs und dessen Aktionen aufzeichnet. Für Kampfraum und Elektronik ist der Panzer mit einer Klimaanlage ausgerüstet. Abgerundet werden die Umrüstmaßnahmen durch einen Waffenturm auf dem Turmheck hinter der Ladeschützenluke. Dieser beinhaltet eine automatische Waffe, sowie Tagkanal und Wärmebildgerät. Hierdurch kann die Waffe bei Tag und Nacht eingesetzt werden. Die Steuerung erfolgt hierbei aus dem Fahrzeug heraus. Das Fahrzeug wurde 2006 auf der Eurosatory 2006 in Paris gezeigt.

    Technische Daten

    Besatzung: 4
    Gefechtsgewicht: 65to
    Bodendruck: 0,94kg/cm²
    Länge, BK vorn: 10,16m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,76m
    Höhe (ohne FlaMG): 3,03m
    Bodenfreiheit: 0,49m
    Höchstgeschwindigkeit: 68km/h
    Fahrbereich: 500km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel MTU MB883 Ka-500 mit 1500PS
    Bewaffnung: 1 Glattrohr- BK 120mm; 1 KaoxMG 7,62mm; 1 FlaMG 12,7mm
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    • Leopard 2PSO.jpg

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  • Bergepanzer 3 "Büffel"

    Deutschland; Entwicklung ab 1988; Serienfertigung ab 1991

    Eingesetzt in Deutschland, Griechenland, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Spanien

    Der Bergepanzer 3 „Büffel“ wurde von Deutschland und den Niederlanden gegen Ende der 80er Jahre entwickelt. Er stellt heute das Standartbergefahrzeug der Panzerbataillone und Teilen der Panzerartillerie dar. Insgesamt wurden 75 Fahrzeuge für die Bundeswehr, 12 für die Griechische Armee, 25 für die Königlich Niederländische Armee und 25 für das Schweizer Bundesheer gefertigt. Um die Versorgung mit Ersatzteilen zu erleichtern stammt eine Vielzahl der verwendeten Baugruppen vom Leopard 2 und kann direkt ausgetauscht werden. So sind Antrieb, Laufwerk und Teile der Wanne komplett identisch.
    Der Büffel ist nicht mit einem schwenkbaren Waffenturm ausgestattet. Stattdessen ist auf dem linken Teil der Wanne ein Kastenaufbau montiert. Hierin sind die Besatzung, bestehend aus Fahrer und Bergetruppführer, sowie ein Teil der Bordwerkzeuge untergebracht. Weitere Ausrüstung wird auf der Wanne oder am Heck transportiert.
    Der Zugang erfolgt über drei Türen in der linken Fahrzeugseite.

    Der Platz des Fahrers ist leicht nach links versetzt in der Fahrzeugfront. Seine Luke kann komplett mit allen Winkelspiegeln nach links aufgeklappt werden. Hierdurch erlangt der Fahrer bei schwierigen Operationen ein viel besseres Sichtfeld. Direkt hinter dem Fahrer ist der Platz des Kommandanten. Dieser sitzt etwas erhöht in einer flachen Kuppel, welche nach hinten geöffnet wird. Die Führung des Fahrzeugs erfolgt rein über Winkelspiegel, welche im Bedarfsfall gegen Restlichtverstärker getauscht werden können. Auf der rechten Wannenseite ist ein um 270° schwenkbarer Drehkran mit einer maximalen Tragkraft von 30 Tonnen montiert. Im laufenden Betrieb wird die Belastung der Anlage automatisch überwacht und im Bedarfsfall begrenzt. Mittig in der Wannenfront ist eine Hauptwinde mit einer Zugkraft von 350kN eingebaut. Diese Leistung kann durch die Verwendung von Rollen verdoppelt werden. Die Gesamtlänge des 33mm starken Zugseils beträgt 180m. Für Notsituationen ist in der Fahrzeugfront links eine Hilfswinde mit einer Zugkraft von 6,5kN verfügbar.

    Der Bergepanzer verfügt in der Wannenfront über ein Räumschild. Dieses dient zur Verrichtung von Erdarbeiten, zur Stabilisierung des Fahrzeuges im Kranbetrieb oder als Träger der Schnellbergeeinrichtung. Diese erlaubt es unter Panzerschutz ohne absitzen der Besatzung beschädigte Fahrzeuge zu bergen Mithilfe einer Selbstbergeeinrichtung ist der Büffel in der Lage sich selbst aus Notsituationen zu befreien. Das hintere Wannendach ist so konstruiert, dass ein komplettes Leopard 2 Triebwerk transportiert werden kann. Ein eventueller Austausch unter Gefechtsbedingungen dauert in der Regel nicht länger als 30 Minuten. Zum Schutz der Besatzung sind zwei Nebelmittelwurfanlagen angebracht. An der Fahrzeugfront befinden sich jeweils vier Nebeltöpfe auf der rechten und der linken Seite. Am Wannenheck sind nochmals acht Werfer in einer Reihe vorhanden. Die Bewaffnung des Fahrzeuges besteht aus einem 7,62mm FlaMG, welches oberhalb der Kommandantenluke montiert werden kann.

    Der Bgbv 120 erschien 2002 und stellt eine Version des Bergepanzer 3 dar, die speziell für die Bedürfnisse der Schwedischen Armee angepasst wurde. Eine wichtige Änderung betrifft die Erhöhung des passiven Schutzes der Besatzung durch die Anbringung zusätzlicher Panzerungsmodule. Das FlaMG auf der Kommandantenluke ist unter Panzerschutz einsetzbar. Die beim Büffel verwendete Nebelmittelwurfanlage wurde durch ein GALIX Selbstverteidigungssystem ersetzt. Eine entscheidende Neuerung stellt eine Bergevorrichtung am Wannenheck dar, welche unter Panzerschutz über eine Kamera gerichtet werden kann.

    Technische Daten

    Besatzung: 3
    Gefechtsgewicht: 54,3to
    Bodendruck: 0,83kg/cm²
    Länge, BK vorn: 9,07m
    Breite (mit Panzerschürzen): 3,54m
    Höhe (ohne FlaMG): 2,99m
    Bodenfreiheit: 0,51m
    Höchstgeschwindigkeit: 72km/h
    Fahrbereich: 530km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel MTU MB873 Ka501 mit 1500PS
    Bewaffnung: 1 FlaMG 7,62mm; 1 FlaMG 12,7mm (Bgbv 120)
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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}
  • Brückenlegepanzer „Panzerschnellbrücke 2“

    Deutschland; Entwicklung ab 1999; Serienfertigung ab 2007

    Eingesetzt in Deutschland, Niederlande

    Im Jahr 1999 beschlossen Deutschland und die Niederlande in einem Gemeinschaftsprojekt einen Nachfolger für den an seine Leistungsgrenzen gestoßenen Brückenleger Biber auf Leopard 1 Fahrgestell zu entwickeln. Aus vier Angeboten der Industrie mit unterschiedlichen Konzepten wählte man die Lösung von MAN Mobile Bridges GmbH (seit 2005 ein Teil von Krauss-Maffei Wegmann). Nach Tests und Überfahrversuchen der Brücke mit verschiedenen Belastungsfahrzeugen, darunter dem Leopard 2 mit Militärischer Lastenklasse (MLC) 70, übergab man das Erprobungsmuster 2002 nach Beseitigung der Mängel an das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) zur Truppenerprobung. Die Panzerschnellbrücke 2 gehört zur Gruppe der Kampfunterstützungsfahrzeuge. Um die Versorgung mit Ersatzteilen zu erleichtern stammt eine Vielzahl der verwendeten Baugruppen vom Leopard 2 und kann direkt ausgetauscht werden.

    So sind Antrieb, Laufwerk und Teile der Wanne komplett identisch. Wie auch sein Vorgänger wird er eingesetzt, um Geländeeinschnitte wie Gewässer und Schluchten im Gefecht zu überwinden. Die Besatzung besteht aus zwei Soldaten, dem Fahrer und dem Kommandanten. Der Brückenleger ist unbewaffnet, verfügt aber über eine Nebelmittelwurfanlage. Durch Entfernungsmessgeräte, Wärmebildgerät und CCD-Kamera ist ein Verlegevorgang auch in der Nacht möglich. Die PSB 2 besteht aus einem modularen Brückensystem, gefertigt aus Aluminium, welches horizontal im freien Vorbau verlegt wird. Das gesamte Verlegesystem besteht aus Verlegearm und Verlegearmkippzylinder. Der Schwenkarm und Wanne bilden dabei ein Parallelogramm, das mit einem Schwenkzylinder verfahren werden kann.

    Die drei Brückenmodule haben eine Länge von je 9,70 m, was die Verlegung von 3 kurzen Brücken (3 x 9,70 m; Verlegedauer jeweils ca. 3 Minuten), 1 kurzen und 1 mittleren Brücke (1 x 9,70 m + 1 x 18,70 m) oder 1 lange Brücke (1 x 27,70 m; Verlegedauer rund 6 Minuten) ermöglicht. Die Höhe der einzelnen Module beträgt 0,65 m, die Breite 4,0 m. Ein Modul wiegt knapp 5 Tonnen. Das Koppeln der Brückenteile erfolgt automatisch. Die Brücken erreichen für Kettenfahrzeuge die MLC 70, für Radfahrzeuge MLC 100.

    Technische Daten

    Besatzung: 2
    Gefechtsgewicht: 62,5to
    Bodendruck: 0,94kg/cm²
    Länge (Wanne): 7,72m
    Gesamtlänge: 13,89m
    Breite: 4,00m
    Höhe: 3,95m
    Bodenfreiheit: 0,49m
    Höchstgeschwindigkeit: 68km/h
    Fahrbereich: 470km
    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel MTU MB873 Ka501 mit 1500PS
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    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}
  • Schwerer Kampfpanzer Leopard 2PL

    Deutschland, Polen
    Entwicklung ab 2015
    Serienfertigung ab

    Eingesetzt in Polen

    2002 erhielt Polen aus Bundeswehrbeständen 128 Loepard 2A4, welche 2013 durch weitere 14, sowie 105 Leopard 2A5 verstärkt wurden. Das polnische Verteidigungsministerium beauftragte 2015 Rheinmetall mit der Verbesserung der vorhandenen Leopard 2A4. Der Panzer wurde von Rheinmetall in Zusammenarbeit mit einer Reihe von polnischen Unternehmen entwickelt und wird Leopard 2PL genannt. Der Prototyp wurde öffentlich zum ersten Mal 2016 vorgestellt. Im Großen und Ganzen ähnlicht der Panzer dem von Rheinmettal 2010 vorgestellten MBT Revolution.
    Er verfügt gegenüber dem Leopard 2A4 über eine verbesserte Panzerung, leistungsgesteigerte Hauptwaffe und verbesserte Optiken. Die Zusatzpanzerung AMAP, vom Ingenieurbüro Deisenroth (IBD) entwickelt, wurde hier nur am Turm verbaut. Sie verwendet neue Nano-Keramik Materialien und moderne Titan und Stahllegierungen. Die Panzerung ist modular aufgebaut, so dass beschädigte Module unter Feldbedingungen ersetzt werden können. Etwa drei Tonnen wiegt die Panzerung.

    Daher konnte die Zusatzpanzerung an der Wanne, wie beim MBT Revolution nicht eingebaut werden, da die polnische Armee die Gewichtsobergrenze auf 60 Tonnen festgelegt hatte. Der Panzer behält die vom Vorgänger bekannte 120mm/L44 Glattrohrkanone. Jedoch wurde die Waffe modifiziert um die neuentwickelte Hochdruck-Munition verschießen zu können. Hierzu zählt das programmierbare HE-Geschoss DM11. Die Waffe kann aber auch die 120mm NATO Standartmunition verschießen. Insgesamt stehen 42 Granaten zur Verfügung. Die Sekundärbewaffnung besteht aus einem koaxialen 7,62mm Maschinengewehr. Ein weiteres 7,62mm MG ist auf dem Turm montiert. Der hydraulische Antrieb des Turmes wurde gegen einen Elektroantrieb ersetzt.
    Optiken und das Feuerleitsystem wurden verbessert. Der Kommandant nutzt ein Panoramasichtgerät, welches mit einer in Polen hergestellten Wärmebildkamera ausgerüstet ist und einen Laserentfernungsmesser besitzt. Am Platz des Kommandanten ist eine Reihe von digitalen Bildschirmen verbaut, auf denen sich verschiedene Informationen angezeigt werden können.

    Dem Richtschützen steht eine eigene Optik mit Wärmebildkamera und Laserentfernungsmesser zur Verfügung. Damit verfügt der Leopard 2PL über eine Hunter-Killer Fähigkeit, welche das Aufklären und Bekämpen von Zielen deutlich verbessert. Der Fahrer verfügt nun über eine neue Nachtsichtoptik, sowie über eine Rückfahrkamera. Trotz aller Verbesserungen bleiben die Kommunikationssysteme unverändert. Dem Panzer fehlt auch ein Schlachtfeld-Management-System. Der Antrieb des Panzers, der MTU MB873-Ka501 Dieselmotor wurde beibehalten.
    Auch das Fahrwerk, welches aus sieben Lauf- und vier Stütrollen besteht wurde nicht verändert. Die einzige Veränderung welche die Wanne erfahren hatt, ist der Einbau einer APU in das rechte hintere Wannenheck des Panzers. Diese versorgt den Panzer mit Strom, wenn das Triebwerk abgestellt ist.


    Technische Daten

    Besatzung: 4

    Gefechtsgewicht: 60to

    Bodendruck: 0,93kg/cm²

    Länge, BK vorn: 9,67m

    Breite (mit Panzerschürzen): 3,76m

    Höhe (ohne FlaMG): 2,79m

    Bodenfreiheit: 0,49m

    Höchstgeschwindigkeit: 72km/h

    Fahrbereich: 490km

    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel MTU MB873 Ka501 mit 1500PS

    Bewaffnung: 1 Glattrohr- Bk 120mm

    1 KoaxMG 7,62mm

    1 FlaMG 7,62mm
    Dateien
    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}
  • Schwerer Kampfpanzer Leopard 2A4M CAN

    Deutschland, Kanada
    Entwicklung ab 2009
    Serienfertigung ab 2011

    Eingesetzt in Kanada

    Der Leopard 2A4 CAN ist eine kanadische Version des Leopard 2A4. Etwa 2005 erkannte man in Kanada die Bedeutung von Kampfpanzern, als ihre Leopard C2 in Afgahnistan eingesetzt wurden. Sie brauchten einen Panzer der gegen Landminen und Sprengfallen besser geschützt ist. So wurden 2007 aus niederländischen Beständen 80 Leopard 2A4 und 20 Leopard 2A6 erworben. Weitere 20 Leopard 2A6 wurden von Deutschland geliehen. Kanada entschied sich 2009 zu einem Auftrag an KMW, 20 Leopard 2A4 auf den Stand Leopard 2A4 CAN zu modernisieren. Die verbesserten Panzer besitzen einen verbesserten Schutz und sind weniger anfällig für Hinterhalte. Die Wanne und der Turm des Leopard 2A4M wurden mit einer neuen Verbundzusatzpanzerung ausgerüstet. Diese ähnelt in etwa der des Leopard 2A7, unterscheidet sich aber im Detail.

    Auch an den Kettenblenden findet sich die Panzerung wider. Am Boden wurde eine Minenschutzplatte hinzugefügt. Bereiche an der Rückseite der Wanne und des Turmes wurden mit Käfigpanzerung ausgerüstet. Diese Panzerung soll vor RPG Geschossen und Panzerabwehr-Lenkflugkörpern schützen. An der Turmfront läuft die Panzerung spitz zu und gleich im Aussehen etwa dem Leopard 2A5. Der Turmantrieb erfolgt elektrisch, nicht mehr elektrohydraulisch. Hierdurch sinkt der Energiebedarf erheblich. Im Fall eines Treffers entfällt die Gefahr für die Besatzung durch das sehr brennbare und unter hohem Druck stehende Hydrauliköl. Gleichzeitig sinkt die Wärmeentwicklung und das Geräuschniveau des Turms sinkt merklich.

    Die Hauptwaffe des Panzers ist die 120mm/L44 Glattrohrkanone. Ursprünglich war geplant, dass die Panzer mit der längeren L55 Waffe ausgerüstet werden. Aber in Afghansitan gab es keine Notwendigkeit für solch eine Waffe. Insgesamt werden 42 Granaten für die Waffe mitgeführt. 15 davon im Turm und der Rest neben dem Fahrer in der Wanne. Die Sekundärbewaffnung besteht aus zwei C6 7,62mm Maschinengewehren. Eines davon ist koaxial zur Hauptwaffe montiert, das andere oben auf dem Dach. Die Besatzung besteht aus Vier Mann und einige Updates wurden an den Kontrollsystemen des Kommandanten und an den Sehhilfen des Fahrers gemacht. Als Antrieb behält der Panzer seinen MTU MB837 Ka 501 Dieselmotor mit Turbolader. Bremsen und Fahrwerk wurden verbessert um mit dem erhöhten Gewicht des Panzers zurecht zukommen.


    Technische Daten

    Besatzung: 4

    Gefechtsgewicht: 62,5to

    Bodendruck: 0,94kg/cm²

    Länge, BK vorn: 9,67m

    Breite (mit Panzerschürzen): 4,05m

    Höhe (ohne FlaMG): 2,79m

    Bodenfreiheit: 0,49m

    Höchstgeschwindigkeit: 72km/h

    Fahrbereich: 550km

    Triebwerk: 12 Zylinder Diesel MTU MB873 Ka501 mit 1500PS

    Bewaffnung: 1 Glattrohr- Bk 120mm

    1 KoaxMG 7,62mm

    1 FlaMG 7,62mm
    Dateien
    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}