Panzertyp "Brummbear"

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  • Sturmpanzer IV "Brummbär" (Sd.Kfz. 166)

    Deutschland; Entwicklung ab 1942; Serienfertigung ab 1943

    Da die Sturmgeschütze immer häufiger zur Panzerjagd eingesetzt wurden, fehlte der Infanterie ein Unterstützungsfahrzeug. Zudem stellte sich bei den Kämpfen um Stalingrad heraus, dass die bisherigen Sturmgeschütze nicht genug Feuerkraft im Häuserkampf aufwiesen. Die verfügbaren Fahrzeuge waren Lückenfüller wie das StuIG 33 B auf Sturmgeschütz III-Fahrgestell oder wie der Sturmpanzer I auf umgebauten Fahrgestellen veralteter Panzer, beide mit einer 15-cm-Haubitze sIG 33 ausgerüstet. Das Sturmgeschütz III wiederum war nicht in der Lage, ein durchschnittliches Stadtgebäude mit zwei bis drei Schüssen zum Einsturz zu bringen, wie es nun gefordert wurde.

    Am 9 Juni 1941 wurde daher gefordert, ein 15 cm sIG 33 auf ein schwer gepanzertes Fahrgestell zu montieren. Daher entschied man sich, auf dem Fahrgestell des Panzerkampfwagen IV einen Sturmpanzer mit großem Kaliber zu konstruieren. Das Ergebnis war der Sturmpanzer IV, genannt Brummbär. Alkett und Krupp entwickelten dieses Fahrzeug zusammen Mitte 1942. Alkett fertigte die Aufbauten, während Krupp die seiner Panzer IV modifizieren sollte. Er erhielt die aus dem sIG 33 abgeleitete Sturmhaubitze 43/L12 im Kaliber 150mm und war damit für die Aufgabe der Infanterieunterstützung bestens geeignet. Für die Waffe stand ein Munitionsvorrat von 38 Granaten zur Verfügung.

    Mit der 1,8m langen Hauptwaffe konnte die Brummbär-Besatzungen feindliche Bunker etc. zerstören und somit der angreifenden Infanterie den Weg ebenen. Alkett präsentierte Adolf Hitler den Entwurf am 6. oder 14. Oktober 1942. Der Entwurf orientierte sich dabei stark am sehr erfolgreichen StuG III. Hitler billigte den Entwurf und am 7. Februar 1943 konnten ihm die ersten Holzmodelle in Originalgröße präsentiert werden. Die Panzerung betrug zwischen 20 (Dach) und 100mm (Front).

    Die Produktion wurde genehmigt und eine erste Serie von 40 Fahrzeugen sollte bis zum 12. Mai fertig gestellt werden, weitere 20 Fahrzeuge sollten folgen. Bis zum April 1943 wurde das Fahrzeug als Gerät 581 – Sturmpanzerwagen 604/16 (Alkett) sIG auf Panzer IV mit kardanischem Fahrwerk bezeichnet. Im April 1943 wurde die Typnummer Sd.Kfz. 166 vergeben und im Mai wurde das Fahrzeug offiziell als 15 cm Sturmhaubitze 43/1 (L/12) bezeichnet. Auf Weisung von Hitler wurde das Fahrzeug nicht wie die Sturmgeschütze der Artillerie zugeordnet sondern fiel in die Zuständigkeit der Panzerwaffe, außerdem ordnete er als Bezeichnung Sturmpanzer an.

    Technische Daten

    Besatzung: 5
    Gefechtsgewicht: 28,2to
    Bodendruck: 1,00kg/cm²
    Länge, BK vorn: 5,95m
    Breite: 3,19m
    Höhe: 2,52m
    Bodenfreiheit: 0,40m
    Geschwindigkeit: 40km/h
    Triebwerk: 12 Zylinder Otto Maybach HL120TRM mit 300PS
    Bewaffnung: 1 Haubitze 150mm; 1 BugMG 7,92mm
    Dateien
    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}