Panzertyp "Elefant"

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  • Jagdpanzer Tiger (P) "Elefant" (Sd.Kfz.184s)

    Deutschland; Entwicklung ab 1941; Serienfertigung ab 1942

    Die beiden Firmen Henschel und Porsche bewarben sich beide mit je einem Modell um die Ausschreibung für den neuen Panzer "Tiger". Hitler selbst entschied, dass beide Firmen ihre "Tiger" bauen sollten. Der "Tiger" von Henschel konnte sofort in Serie gehen und auch bald danach ausgeliefert werden. Die Fertigung des Tigers von Porsche konnte allerdings wegen immer neuen Problemen nicht durchgeführt werden. Man wollte jedoch die bereits fertig gestellten 50 Fahrwerke des Porsche Tigers VK4501(P) nicht verschrotten und so entschied man sich das Gestell für einen neuen Jagdpanzer zu benutzen.

    Das Fahrzeug besaß ein kompliziertes Fahrwerk und, wie bei Jagdpanzern üblich, keinen drehbaren Turm. Seine hauptwaffe war die verlängerte 88mm Pak43/2 L/71. Für die Hauptwaffe wurden 50 Granaten mitgeführt. Das Fahrzeug besaß zwei Motoren die wiederum Elektromotoren versorgten, die die ketten antrieben. Dazu wurden die Motoren in die Mitte der Wanne verlegt. Somit war der Innenraum in drei Zellen geteilt: Vorne saßen Fahrer und Funker, dann kamen die Motoren und hinten saßen der Kommandant und die Kanoniere. Die Panzerung war extrem schwer, vorne 20cm. Die gesamte Panzerung betrug zwischen 80 und 200mm.

    Der entstandene Jagdpanzer war der "Ferdinand" (benannt nach Ferdinand Porsche), eine reine Notlösung. Er machte seinem Namen alle Ehre: er war überschwer und die Bezeichnung Jagdpanzer passte nicht so recht - er kroch mit fast 20km/h Höchstgeschwindigkeit übers Land. Die Panzer fielen zunächst an der russischen Front schnell aus. Die Tatsache, dass die Konstrukteure den "Ferdinand" ohne MG ins Feld geschickt hatten, sorgte dafür, dass er sehr verwundbar gegen Infanterie war, die ihn schon mit Molotow Cocktails oder Panzerminen ausschalten konnte ohne selbst gefährdet zu werden.

    Nach diesem Debakel wurden die "Ferdinand" zurück ins Reich zu einer Überholung geholt und endlich mit einem MG ausgestattet. Von da an kämpften sie, nun unter der Bezeichnung "Elefant", vor allem in Italien und zeigten dann doch noch beeindruckende Fähigkeiten, solange man sie defensiv einsetzte. Durch seine enorme Größe und seine geringe Manövrierfähigkeiten war er ein nicht zu verfehlendes Ziel für gegnerische Einheiten, besonderst für die gegnerische Luftwaffe. Insgesamt waren die 90 hergestellten Jagdpanzer,nach fachmännischem Urteil, eine Fehlkonstruktion.

    Technische Daten

    Besatzung: 6
    Gefechtsgewicht: 68to
    Bodendruck: 1,24kg/cm²
    Länge, BK vorn: 8,14m
    Breite: 3,43m
    Höhe: 2,97m
    Bodenfreiheit: 0,48m
    Höchsgeschwindigkeit: 30km/h
    Fahrbereich: 150km
    Triebwerk: zwei 12 Zylinder Otto Maybach HL120TR mit je 320PS
    Bewaffnung: 1 Zugrohr- BK 88mm; 1 BugMG 7,92mm
    Dateien
    • Elefant.jpg

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    • Ferdinand.jpg

      (103,89 kB, 44 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    Wer früher stirbt, ist länger tot {grusssignatur}